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von Thomas Lachenmaier
«... da wurden sie sehr zornig»
Das hängt nicht zuletzt mit dem begrenzten Militärschlag der Amerikaner gegen Einrichtungen des Assad-Regimes zusammen. US-Präsident Trump hat klargemacht, dass man keinen Machtwechsel in Syrien anstrebt. Die rote Linie ist einzig der Einsatz von chemischen Waffen. Solange solche nicht erneut eingesetzt werden, hat das Regime freie Hand im Krieg gegen grosse Teile der eigenen Bevölkerung. Das ist eine gute Nachricht für den Iran, für Syriens Präsident Assad und für Putins Russland.
Israel weiss damit aber, dass es im Ernstfall, wenn der Iran Israel von Syrien aus angreifen sollte, nicht sicher sein kann, dass Amerika hilft. Iran rüstet ohne Unterlass in Syrien (Revolutionsgarde) auf. Desgleichen im Libanon (Hisbollah) und im Gazastreifen (Hamas). Die Bibel spricht (in Hesekiel 38/39 und Psalm 83) von einem noch ausstehenden Krieg gegen Israel, bei dem der «Fürst von Rosch, Meschech und Tubal» (diese Örtlichkeiten liegen in der heutigen Türkei) im Verbund mit anderen Ländern, explizit werden Persien (Iran) und Äthiopien (der heutige Sudan) genannt, gegen Israel ziehen wird. Wie in alter biblischer Zeit wächst der Hass gegen Israel gerade dann, wenn seine (Wieder-)Herstellung vor einer Vollendung steht: «Und es geschah, als die Araber, die Ammoniter und die Asdoditer hörten, dass die Wiederherstellung der Mauer von Jerusalem fortschritt und dass die Lücken sich zu schliessen begannen, da wurden sie sehr zornig, und sie verschworen sich alle miteinander, dass sie kommen und gegen Jerusalem kämpfen …» (Neh. 4,1–2). Der Bau der Mauer wurde dennoch vollendet. Die Feinde Israels haben es bis heute nicht gelernt, mit dem Hüter Israels zu rechnen. Er schläft und schlummert nicht (vgl. Psalm 121,4).
(Artikel aus factum 04/2018)
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