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von factum-Redaktion
«Bilder, die mich das ganze Leben begleiten»
Das erzählte Gabay am 9. Freundestag der Sächsischen Israelfreunde in Löbau vor über 600 Besuchern. Mit seiner Einheit durchsuchte er die Häuser des Kibbuz nach Waffen und Leichen. «Das sind Bilder, die mich das ganze Leben begleiten», so Gabay. Kibbuz Beeri war einer der reichsten Kibbuzim in Israel, «einer der schönsten Plätze», erzählte Gabay. «Man spürte, wie dort der Teufel durchgegangen ist.» Ihm tue es gut, darüber zu sprechen. «Das ist für mich Hilfe und Therapie.»
Aufgewachsen ist Gabay als Kind eines jüdischen Vaters und einer christlichen Mutter in der Schweiz. Doch in der Schweiz habe er sich nie zu Hause gefühlt. Mit 13 Jahren begegneten ihm im Hotel während des Familienurlaubs in Thailand die Verse aus Jeremia 29,11-13. Das weckte in ihm die Sehnsucht, nach Israel auszuwandern. Als er 15 Jahre alt war, fasste er den Entschluss dazu, machte zuerst allerdings noch eine Berufslehre, bevor er mit 18 nach Israel migrierte. Mit 20 machte er den dreijährigen Militärdienst und kam vor allem in Ramallah zum Einsatz. Die Anfangszeit in Israel sei schwierig gewesen. Die Menschen in der Schweiz verstanden nicht, wie er in solch ein Land ziehen konnte, doch auch in Israel wurde er nicht mit offenen Armen empfangen. Dennoch sagt er: «Die Armee ist eine Schule fürs Leben.»
Von Eilat im Süden über Jerusalem wohnt er heute mit seiner Familie in einem Kibbuz auf den Golanhöhen, nur sieben Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Von dort aus arbeitet er für ein Reiseunternehmen und organisiert auch die Israelreisen der Sächsischen Israelfreunde. Heute kämen Gruppen von überall aus der Welt. Ihm sei besonders wichtig, Christen in ihrem Glauben zu stärken.
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