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von factum-Redaktion

Natur

Belege für Sodom und Gomorrha

Archäologen berichten von neuen Belegen für eine Explosion in niedriger Höhe als Folge eines Meteors, die vor 3700 Jahren für die Zerstörung von Städten, Dörfern und Ackerland in einem Gebiet nördlich des Toten Meeres verantwortlich gewesen sein könnte.

Laut dem Magazin «Science News» ist die Explosion zu vergleichen mit dem Tunguska-Ereignis, das 1908 in der Nähe von Sibiriens Tunguska-Fluss geschah. Forscher gehen davon aus, dass die Explosion dem Luftstoss eines Meteors zugeschrieben werden kann, der in viereinhalb bis neun Kilometern Entfernung über die Erde schoss, da noch kein Einschlagkrater gefunden wurde.

Bei einem ähnlichen Luftschlag in der Region des Toten Meeres könnten 40 000 bis 65 000 Menschen sofort getötet worden sein, erklärte Phillip J. Silvia, Archäologe und Direktor beim Ausgrabungsprojekt «Jordan's Tall el-Hammam Excavation Project». Von der extremen Hitze, die durch die Explosion erzeugt wurde, zeugen die Glasuren auf Tonscherben in der bronzezeitlichen Stadt Tall el-Hammam, die dem antiken Sodom entsprechen könnte. Die Forscher entdeckten, dass die Keramik der Hitze so intensiv ausgesetzt war, dass sie zu Glas schmolz. «Die Temperaturen waren vielleicht so heiss wie auf der Sonnenoberfläche», sagte Silvia, der seit 2005 dort gräbt, dem Magazin «Science News». Die am Standort Tall el-Hammam entdeckten Keramikfragmente enthielten winzige, kugelförmige Mineralkörner, die offenbar auf das Gebiet niederregneten.

Steven Collins, Co-Direktor der Ausgrabung, entdeckte: «Der Brand in Tall el-Hammam war so stark, dass er geschmolzene Keramik hervorrief und verbrannte Grundsteine und mehrere Meter Asche und Zerstörungsrückstände zurückliess, die zu einer dunkelgrauen Matrix aufgewühlt wurden. Die Beweise aus Tall el-Hammam und den benachbarten Orten geben Anzeichen eines hochgradig destruktiven erschütternden und thermischen Ereignisses, das man von dem erwarten könnte, was in Genesis 19 (Vers 24 und 25) beschrieben wird.»

Meldung aus factum 01/2019.

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