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von factum-Redaktion

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Bedeutende Ausgrabungen in Israel und Ägypten

Während Forscherteams in der Nähe von Alexandria bei Arbeiten an den Ruinen einer antiken Basilika auf Überreste einer noch älteren Gebäudestruktur stiessen, entdeckte die israelische Armee in Zusammenarbeit mit der israelischen Altertumsbehörde (IAA) einen Wachturm aus der Zeit des Königs Hiskia.

Der Turm geht auf das achte Jahrhundert vor Christus zurück und ist schätzungsweise fünf Meter hoch und dreieinhalb Meter breit. Er wurde auf einem Hochplateau als Beobachtungspunkt für die Hebron-Berge und die judäische Ebene bis hinunter nach Aschkelon errichtet. Das Bauwerk wurde aus besonders grossen Steinen gebaut, die mitunter ein Gewicht von bis zu acht Tonnen aufweisen. Gemäss den Ausgrabungsdirektoren «diente die strategische Lage des Turms als Aussichts- und Warnpunkt gegen den Feind, die Philister. … In der Antike wurden zur Übermittlung von Nachrichten tagsüber Rauchsignale und nachts Leuchtsignale entzündet. Es ist möglich, dass auch der jetzt freigelegte Wachturm einer der Türme ist, die so ein Leuchtfeuer trugen.» Auch in der Bibel werden solche Türme erwähnt, unter anderem in 2. Könige 18,8.

In Ägypten machten polnische Forscher 40 Kilometer südwestlich von Alexandria unter der Leitung von Krzysztof Babraj vom Krakauer Archäologiemuseum eine atemberaubende Entdeckung. Während den Arbeiten an den Ruinen einer antiken Basilika entdeckten die Forscherteams Ruinen einer noch älteren Gebäudestruktur. Babraj: «Es stellte sich heraus, dass es die Aussenmauern einer noch älteren Kirche waren.» Die ursprünglichen Kirchenmauern scheinen in Kreuz-Form errichtet worden zu sein, im Inneren stiess das Team auf Fragmente von Keramiktöpfen und Glas. Die ursprüngliche Kirche soll bereits im vierten Jahrhundert nach Christus entstanden sein. «Es ist daher eine der ältesten christlichen Kirchen, die heute auf ägyptischem Gebiet zu finden sind», so Babraj. Zerstört wurde das ursprüngliche Gebäude wahrscheinlich durch ein Erdbeben im achten Jahrhundert nach Christus.

Meldung aus factum 06/2019.

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