© Wikipedia

Uhr
von Stefan Frank

Mensch

Ayaan Hirsi Ali: Ilhan Omar, es gibt Hoffnung

Ilhan Omar, eine der beiden neugewählten muslimischen Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses, ist wegen antisemitischer Äusserungen auch in ihrer eigenen Partei umstritten. Sie meint unter anderem, «Israel» habe «die Welt hypnotisiert», um «Böses» tun zu können.

Anfang des Jahres äusserte sie, die Abgeordneten des US-Kongresses seien nur deshalb israelfreundlich, weil sie dafür bezahlt würden. Omar wird von islamistischen Organisationen gesponsert, unterhält enge Beziehungen zum türkischen Präsidenten Erdogan und hat sich mit Leuten verbunden, die dem Hitler-Bewunderer Louis Farrakhan und der Judenmörderin Rasmea Odeh nahestehen. Dennoch gilt sie vielen diesseits und jenseits des Atlantiks als «Hoffnung Amerikas». Gibt es für eine stramme Judenhasserin Hoffnung? Ja, meint die Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali.

In einem autobiografischen Beitrag machte sie Ilhan Omar Mut. Aus eigener Erfahrung sagt sie ihr, dass es möglich sei, sich vom Antisemitismus zu befreien. «Wie ich wurde Ilhan Omar in Somalia geboren und war in frühester Kindheit dem muslimischen Antisemitismus ausgesetzt», so Ali. Den Begriff «Antisemitismus» habe sie selbst, wie sie weiter schreibt, zwar erst gehört, als sie in ihren Zwanzigern in die Niederlande kam. «Doch mit dessen muslimischer Variante war ich persönlich vertraut.» Immer, wenn Konflikte ausgebrochen seien, etwas kaputtgegangen sei oder Not herrschte, wurden die Juden verantwortlich gemacht.

Wenn ihre Mutter über etwas ärgerlich war, habe sie «Yahud!» (Jude) gebrüllt. Erwachsene um sie herum hätten das Wort so benutzt «wie Amerikaner das F-Wort». Mit 15 sei sie dann Islamistin geworden. In Kursen habe man ihr Gräuelbilder von angeblich von Israelis verübten Massenmorden gezeigt und sie gelehrt, «dass Juden keine Menschen sind, sondern die Nachfahren von Affen und Schweinen, und wir danach trachten sollten, sie zu töten, wo immer wir sie treffen».

Doch es sei ihr gelungen, sich vom Antisemitismus zu befreien, so Ali: «Ich bin der lebende Beweis, dass man als Somalierin geboren, als Antisemitin erzogen, zur Antizionistin indoktriniert werden – und dennoch all dies überwinden kann, um die einzigartige Kultur des Judentums und die aussergewöhnlichen Errungenschaften des Staates Israel wertzuschätzen. Wenn ich diesen Sprung vorwärts machen kann, dann kann es Frau Omar vielleicht auch.»

Kommentar aus factum 07/2019.

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/fran_kie
Mensch

Feindbild «rechts»

Fast ein Drittel der Deutschen ordnet sich rechts der Mitte ein. Durch den «Kampf gegen Rechts» werden diese Bürger ausgegrenzt.

[mehr] Feindbild «rechts»
© shutterstock.com/Mini-Onion
Glaube

Ein grosser Segen

Ein Land in Europa – ohne Bibel in eigener Landessprache? Das ist die Realität in Luxemburg. Eine Bibel auf Luxemburgisch wird erst jetzt Wirklichkeit – mit grossem Segen.

[mehr] Ein grosser Segen
© shutterstock.com/Lukas-Gojda
Natur

Waldgeräusche beruhigen

Eine Studie¹ zeigt, dass Waldgeräusche sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen auswirken – insbesondere gilt das für heimische Wälder.

[mehr] Waldgeräusche beruhigen

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.