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von Holger Clas

Mensch

Attentäter am CSD in Berlin: Bekannt. Radikal. Frei. – Bis er tötete.

Der islamistische Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin am 25. Juli 2026 war kein unvorhersehbarer Gewaltausbruch: Abdul Ballout fuhr gezielt in eine Menschenmenge und griff anschliessend mit einer Machete an. Eine Frau wurde getötet, zahlreiche weitere Menschen teils schwer verletzt.

Die Fakten sind eindeutig: Der deutsche 21-jährige Täter war durch das Amtsgericht Tiergarten nach Jugendrecht wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat lediglich zu einer milden Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Urteil vom Mai 2026 zeichnet ein klares Bild. Der Sozialhilfeempfänger Ballout wird darin als «tiefgläubig» beschrieben. Gleichzeitig bewegte er sich in einem islamistischen Umfeld und galt als radikalisiert. Der Richter begründete die umstrittene Entscheidung unter anderem mit einer während der Hauptverhandlung erklärten Distanzierung vom «Islamischen Staat».

 

Alles lag auf dem Tisch

Der Täter war den Behörden bekannt. Sein Umfeld, seine Entwicklung, seine ideologische Prägung – all das lag auf dem Tisch. Dennoch lebte er unbehelligt in Deutschland, bis er tötete. Das ist kein Mangel an Erkenntnissen. Das ist ein Mangel an Konsequenz.

In Deutschland leben rund 500 islamistische Gefährder – Menschen also, denen die Sicherheitsbehörden zutrauen, jederzeit schwerste Gewalttaten zu begehen. Einschliesslich ihres Umfelds sind es weit über tausend Personen. Diese Zahlen sind seit Jahren bekannt. Sie zeigen: Die Bedrohung ist nicht abstrakt – sie ist konkret und gegenwärtig.

Hinzu kommt eine Entwicklung, die medial bis heute beschönigt wird: die Folgen einer über Jahre ungesteuerten Migration aus islamisch geprägten Ländern – insbesondere seit der EU-rechtswidrigen Entscheidung des Jahres 2015 («Wir schaffen das») der Regierung Merkel (CDU), die diese entgegen dem Rat ihrer Sicherheitsbehörden mutmasslich aus wahltaktischen Gründen traf. In der Folge werden bis heute in grosser Zahl Menschen aus diesen Ländern aufgenommen, ohne dass eine Integration wahrscheinlich ist. Über 50 Prozent der erwerbsfähigen Personen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern (z. B. Syrien, Afghanistan, Irak) beziehen heute Sozialleistungen.

 

Eine klare Distanzierung bleibt aus

Auffällig ist auch, was nach solchen Taten regelmässig ausbleibt: eine klare, unmissverständliche Distanzierung durch grosse islamische Verbände. Gerade nach einem Anschlag mit erkennbar islamistischem Hintergrund wäre eine eindeutige Positionierung notwendig. Stattdessen hört man hauptsächlich dröhnendes Schweigen.

Parallel dazu erleben wir gerade in öffentlich-rechtlichen Medien eine einseitige Darstellung, die das Problem eher verwischt als klärt. Der islamistische Hintergrund wird relativiert und sprachlich abgeschwächt. Statt klar von Terror zu sprechen, ist von «Vorfall» oder «Angriff» die Rede. Gleichzeitig werden islamistische Anschläge – auffällig kurz vor den Wahlen in Ostdeutschland – mit rechtsradikalen Gewalttaten gleichgesetzt. Diese interessengeleitete Zuordnung ist analytisch erkennbar falsch.

 

Von der Lebenswirklichkeit entfernt

Und dann sind da politische Aussagen, die die Realität verfehlen. Wenn Bundeskanzler Merz (CDU) bei der Gedenkfeier erklärt, Gewalt beginne mit «schlechten Witzen über Schwule», zeigt das, wie weit sich Teile der politischen Debatte von der Lebenswirklichkeit entfernt haben. Dieser Anschlag begann nicht mit Worten. Er begann mit einer islamistischen Ideologie, die Gewalt gegen sogenannte «Ungläubige» legitimiert.

Der Staat hat die Pflicht, seine Bürger zu schützen. Wenn er Gefährder kennt, muss er handeln. Wenn er Risiken erkennt, muss er sie begrenzen. Alles andere untergräbt das Vertrauen in seine Handlungsfähigkeit.

Die Bibel spricht an dieser Stelle eine unbequeme Wahrheit aus: «Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen» (Jesaja 5,20). Genau darum geht es jetzt: um Klarheit, um Wahrheit – und um die Bereitschaft, das Böse klar zu benennen.

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