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von Rainer Urban

Natur

«Aber nicht Gott! Nicht Gott!»

Die Widersprüche des Neodarwinismus treten immer offener zutage. Die Frage nach dem Design in der Natur bricht inzwischen sogar auf Tagungen der ehrwürdigen britischen Royal Society auf.

Die Evolutionstheorie ringt mit ihren Widersprüchen. Es wird immer schwieriger, neue Erkenntnisse in das neodarwinistische Erklärungsmodell zu integrieren. Auch sind es zu grundlegende Fragen, die von der Evolutionstheorie unbeantwortet bleiben müssen. So stellt Siegfried Scherer, Professor für Mikrobielle Ökologie, zu Recht die Frage: Ist der Neodarwinismus inzwischen überholt?

Vertreter einer neuen Richtung unter den Biologen, die sich zum Lager der «Erweiterten Evolutionstheorie» zählen, bemängeln zusehends, dass das allgemein gängige «neodarwinistische Erklärungsmodell» der Höherentwicklung (Makro-Evolution), welches auch in den Schulen gelehrt wird, unzureichend ist. So gab der Evolutionsbiologe Prof. Gerd Müller in seinem Eröffnungsvortrag bei einer Tagung der ehrwürdigen Royal Society (Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften im Vereinigten Königreich Grossbritanniens) freimütig zu, dass der Neodarwinismus die Entstehung komplexer neuer Organe und abrupter Übergänge im Fossilbericht nicht erklären könne. 200 Evolutionsbiologen aus aller Welt hatten sich zu der Konferenz in London versammelt.

Dass diese Kritik neuerdings artikuliert wird, ist bemerkenswert. Denn in der Tat hat der Neodarwinismus in den letzten Jahrzehnten mit seiner Dominanz unsere westliche Weltanschauung überwiegend bestimmt und dabei jegliche Kritik und alternative Erklärungsmodelle von vornherein abgeblockt oder als nichtig erklärt. Biologische Phänomene werden ausschliesslich naturalistisch erklärt und abgeleitet. Dabei personalisieren die meisten Evolutionsbiologen oft unwillkürlich die Natur, indem sie sagen, dass die Natur einzigartige und grossartige Konstruktionen erschaffe. Doch dieser Naturalismus ist eigentlich ein philosophisches Gebilde des säkularen Humanismus. Er geht in der Regel von einem atheistischen Weltbild aus.

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 07/2018.

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