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von bhw

Glaube

«ZDF verspielt Glaubwürdigkeit»

Der ZDF-Fernsehrat hat die Programmbeschwerde gegen einen «logo!»-Beitrag als «erledigt» erklärt. Das geht aus einem von der Vorsitzenden des ZDF-Fernsehrates, Gerda Hasselfeldt (CSU) gezeichneten Schreiben an die Beschwerdeführer hervor. Laut diesem hat ZDF-Intendant Norbert Himmler dem berechtigten Anliegen in der Programmbeschwerde durch Entfernung der Sendung aus der Mediathek «bereits wirksam abgeholfen».

Zum Hintergrund: In der betreffenden «logo!»-Sendung vom 19. März war überwiegend positiv über das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan berichtet worden (factum berichtete, «ZDF löscht kirchenfeindlichen «logo!» Beitrag aus dem Archiv» und «Abenteuerliche Interpretationen», Nr. 3/2026, S. 48), untermalt mit bunten Bildern vom Zuckerfest. Direkt im Anschluss folgte ein Erklärstück über Kirche und Christentum, illustriert mit Höllenbilden, Ablasshandel und Worten über «schreckliche Verbrechen» der Kirche. Erst nach massiver Kritik liess ZDF-Intendant Nobert Himmler den «logo!»-Beitrag aus dem Archiv entfernen. Die Beiträge im Einzelnen seien nicht zu beanstanden, ihre Aufeinanderfolge sei jedoch «unglücklich», hiess es. Eine beabsichtige Gegenüberstellung sei «nicht intendiert» gewesen.

Zu den Beschwerdeführern gehörte neben dem früheren Redakteur des ZDF-Hauptstadtstudios Thorsten Alsleben (Berlin) auch der Geschäftsführer der Christlichen Medieninitiative pro, Christoph Irion. Irion bezeichnete die Zurückweisung der Beschwerde als «sachlich nicht nachvollziehbar». Er bemängelte, der Beitrag enthalte «durch Weglassung und fehlende Kontextualisierung mehrere teils problematische historische Fehler». Dadurch entstehe «eine einseitige und teils sachlich falsche Darstellung von Kirche und Glauben». Und Thorsten Alsleben schrieb in einem IDEA-Kommentar: «Das ZDF verletzt aus meiner Sicht seine Programmgrundsätze, und der Fernsehrat des Senders wird seiner Kontrollfunktion nicht gerecht.»

Er kritisiert, dass es keine neue korrigierende Darstellung und Klarstellung für die jungen «logo!»-Zuschauer gab und dass sich der Fernsehrat am 19. Juni gar nicht erst mit den Programmbeschwerden befasste. Er bezeichnet die Begründung, dass mit der Entfernung aus dem Archiv bereits «Abhilfe geleistet» sei als «hanebüchen». Alsleben: «Die Manipulation von Kindern gegen Kirchen nicht mal als Verletzung der Programmgrundsätze einzugestehen und gegenüber den jungen Zuschauern zu korrigieren, zerstört die Glaubwürdigkeit jetzt noch mehr.» Vorausgegangen waren weitere Fehler und Manipulationen, wie die Behauptung, der christliche US-Aktivist Charlie Kirk sei für die Steinigung von Homosexuellen gewesen oder US-Tech-Milliardär Elon Musk habe zur Jagd auf Migranten aufgerufen.

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