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von bhw

Glaube

ZDF löscht kirchenfeindlichen «logo!»-Beitrag aus dem Archiv

Ein Beitrag der Kindernachrichtensendung «logo!» vom 19. März hatte wegen seiner negativen Darstellung des Christentums für Kritik gesorgt. Jetzt hat das ZDF reagiert und den Beitrag aus seinem Archiv entfernt.

Die einseitig negative Berichterstattung über Kirche und Glaube hatte damals mehrere konservativ-christliche Medien empört. Christoph Irion, der Geschäftsführer der Christlichen Medieninitiative PRO und der frühere ZDF-Hauptstadtkorrespondent Thorsten Alsleben hatten gegen den Beitrag Programmbeschwerde eingelegt. Auch die katholische Bischofskonferenz beschwerte sich öffentlich. In der «logo!»-Sendung wurden jeweils ein Beitrag zum Thema Christentum und Islam ausgestrahlt: dabei sahen die jungen Zuschauer anlässlich des Ramadan-Endes bunte lebensnahe Bilder von Zuckerfest und fröhlich feiernden Familien, was mit einer düsteren Darstellung des Christentums kontrastiert wurde, samt Höllen- und Ablasshandelbildern. Geistliche wurden mit Schildern wie «Fehler» und «Verbrechen» betitelt, die Kirchenaustritte als Folge der Verfehlungen und Verbrechen aus den letzten 600 Jahren Kirchengeschichte präsentiert. factum berichtete (Abenteuerliche Interpretationen, factum 3/26, S. 48).

Nachdem das ZDF bereits Ende März «Fehler» einräumte, hat der Sender den betreffenden Beitrag nun aus dem Archiv entfernt, schrieb Intendant Dr. Norbert Himmler in einer Antwort an PRO und weitere Beschwerdeführer. Die Redaktion bedauere sehr, dass die Sendung bei Zuschauern «zu Irritation, Verärgerung oder dem Gefühl mangelnder Ausgewogenheit geführt hat». In einer Pressemitteilung schreibt Geschäftsführer Christoph Irion, dass man die Reaktion von ZDF-Intendant Himmler «mit Respekt» zur Kenntnis nehme. Zugleich fordert die Christliche Medieninitiative PRO, die Programmbeschwerde im ZDF-Fernsehrat zu behandeln. Es gehe nicht nur um einen Einzelfall, «sondern um grundsätzliche Fragen journalistischer Sorgfalt bei religiösen Themen – zumal in einem Nachrichtenangebot für Kinder». Thorsten Alsleben erklärte gegenüber PRO, immerhin gebe der Intendant «schwere Fehler und damit eine Verletzung der Programmgrundsätze zu». Alsleben wünschte sich jedoch eine «offizielle Entschuldigung mit Bezug auf den alten Beitrag und einen neuen Beitrag, der die Kirche differenziert zeigt». Das wäre auch ein sehr gutes Lehrstück für Kinder «in Sachen Fehlerkultur».

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