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von factum-Redaktion
Wenn Archäologie die Bibel lebendig macht
Die zahlreichen archäologischen Funde der vergangenen Jahrzehnte ermöglichen einen immer genaueren Blick in die Zeit der Bibel. Ausgrabungen, Inschriften und historische Rekonstruktionen helfen dabei, Orte, Gebäude und Zusammenhänge besser zu verstehen.

Der Tempel in Jerusalem zur Zeit Jesu. © Jürgen Schmid
Modelle machen den Glauben greifbar
Auch Jürgen Schmid aus Mittelfranken widmet sich seit vielen Jahren diesem Thema. Im Zusammenhang mit einer Ausstellung über Jesus begann er zunächst, bedeutende archäologische Funde der Bibel möglichst originalgetreu zu rekonstruieren. Schnell entstand daraus eine neue Idee: Warum die Welt der Bibel nicht auch mit anschaulichen Modellen zugänglich machen?
Heute entwickelt und fertigt Schmid detailreiche Modelle und Rekonstruktionen wie den Tempel zur Zeit Jesu, das antiken Jerusalem, die Teichanlage von Bethesda oder die Stiftshütte. Die Modelle entstehen auf der Grundlage archäologischer Grabungsberichte, wissenschaftlicher Veröffentlichungen und historischer Quellen.
«Mein Wunsch ist es, den Glauben begreifbar zu machen», sagt Schmid gegenüber factum. «Viele Menschen können sich beim Lesen der Bibel die damalige Welt kaum vorstellen. Ein Modell macht auf einen Blick sichtbar, was sich mit Worten oft nur schwer beschreiben lässt.»
Die Archäologie bestätigt die Bibel
Vor mehr als 35 Jahren begann Schmid, die Evangelien zunächst mit einer kritischen Haltung zu lesen. Eigentlich wollte er Argumente gegen den christlichen Glauben finden. Doch gerade die intensive Beschäftigung mit den Berichten über Jesus führte ihn zu einem persönlichen Glauben, der ihn bis heute prägt.
Besonders faszinierend findet Schmid, wie eng archäologische Erkenntnisse und der biblische Bericht zusammenpassen. Die Pilatus-Inschrift aus Caesarea, die Schriftrollen vom Toten Meer, Siegelabdrücke von biblischen Königen oder zahlreiche weitere Entdeckungen zeigen eindrucksvoll, wie eng die Bibel mit der Geschichte des Alten Orients verbunden ist.
«Archäologie ersetzt den Glauben nicht», betont Schmid. «Aber sie hilft, die Welt der Bibel besser zu verstehen. Meine Modelle sollen genau dabei unterstützen. Sie laden dazu ein, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und die biblischen Berichte neu zu entdecken.»

Jerusalem zur Zeit Jesu. © Jürgen Schmid
Neuen Zugang zu biblischen Berichten
In Gemeinden, Ausstellungen, im Religionsunterricht oder im persönlichen Bibelstudium – immer wieder erlebt Schmid, wie Modelle Gespräche anregen und Menschen neugierig machen. Was zuvor nur eine Beschreibung im Bibeltext war, wird plötzlich räumlich und geschichtlich vorstellbar.
Vielleicht liegt gerade darin ihr besonderer Wert: Die Modelle wollen den Glauben nicht beweisen. Sie möchten helfen, die Welt der Bibel sichtbar und begreifbar zu machen – und dadurch einen neuen Zugang zu den biblischen Berichten eröffnen.
Weitere Informationen: https://www.geschenkezumglauben.de/
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