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von Isabelle Kobe
Was Fliegen, Mäuse und Menschen verbindet
Als Erstes untersuchten die Forscher die Fortbewegung von Fruchtfliegen, Mäusen und Menschen anhand von Bewegungsdaten verschiedener Gelenke. Das Resultat: Obwohl die drei unterschiedliche Mechanismen nutzen, um mit ihren Beinen Vortrieb zu erzeugen, wurde bei allen ein ähnlicher Verlauf der Gelenkgeschwindigkeiten festgestellt: Gelenke, die weiter vom Körper entfernt lagen, bewegten sich schneller als körpernahe Gelenke. Für die Untersuchung entwickelte das Forschungsteam die Open-Source-Software AutoGaitA. Diese ermöglicht es, Bewegungsabläufe über Artgrenzen hinweg unter unterschiedlichen Versuchsbedingungen mit einheitlichen Methoden zu analysieren.
Gemeinsame Prinzipien trotz Unterschieden
Weiter ging die Studie der Frage nach, wie sich das Altern auf die Fortbewegung auswirkt. Dabei zeigte sich sowohl bei Fliegen und Mäusen als auch bei Menschen ein Verlust an Antriebskraft. Allerdings wurden die konkreten Veränderungen an unterschiedlichen Stellen beobachtet: Bei älteren Menschen war insbesondere der Abstoss über das Sprunggelenk vermindert, während bei Mäusen Veränderungen unter anderem im Bereich von Knie und Sprunggelenk auftraten. Bei Fruchtfliegen stellten die Forscher Veränderungen in der koordinierten Beugung der Beine fest.
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Fortbewegung trotz der grossen Unterschiede zwischen den Arten auf gemeinsame Prinzipien beruhen kann. AutoGaitA hilft uns dabei, solche Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und gleichzeitig die artspezifischen Unterschiede genauer zu verstehen», sagt Dr. Mahan Hosseini vom Forschungszentrum Jülich.
Grundlegendes Prinzip: Ein Indiz für Schöpfung?
Nach Ansicht der Forscher deuten die Ergebnisse der Studie auf ein grundlegendes Prinzip der motorischen Steuerung hin, das auch Arten teilen, die evolutionär weit voneinander entfernt sind. Wie aber lässt sich erklären, dass dieselben Mechanismen bei verschiedenen Arten zufällig entstanden sein sollen? Und dies bei Arten, die gemäss der Evolutionstheorie zeitlich weit auseinanderliegen? Sind die Forschungsergebnisse nicht vielmehr ein Indiz auf einen Schöpfer, der alles weise geplant hat?
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