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von Monika Hausammann

Glaube

Von Wehrwunsch und Kinderpflicht

Wenn schon ein einfaches Gedankenspiel reicht, um zu sehen, wie sehr Politik, Medien und «Wissenschaft» die Menschen bewusst in die Irre und in den permanenten Konflikt hinein führen, dann ist der Kipppunkt nicht mehr weit. Christen müssen bereit sein.

Die Nachricht: Viele Medien brachten es: 2025 erreichte die Geburtenrate in der Schweiz einen historischen Tiefstand mit 1,28 Kindern pro Frau. Eine Studie von Swiss Life zeigt die Hauptgründe auf: Die allgemeine Weltlage, die Klimakatastrophe, Finanzen und die Einschränkung des persönlichen Gestaltungs- und Entfaltungsraums.

 

Der Kommentar: Stellen Sie sich vor, aufgrund dieser Meldung wäre ein Politiker vor die Mikrofone getreten und hätte gesagt, wer die Schweiz und das Schweizervolk liebe, solle eine Familie gründen und viele Kinder haben. Der mediale Aufschrei hätte sogar die Anti-Männer-Propaganda-Walze der letzten Jahre übertroffen. Unter «vergewaltigungsähnlicher Frauenhass» und «völkischen Männerphantasien» hätte man es wohl nicht getan.

Interessant: Wenn es um die Palästinenser oder die Tibeter geht, kann es denselben Leuten gar nicht völkisch genug sein. Und wenn es darum geht, Land und Leute in den Knochenmühlen eines Krieges mit dem eigenen Leben zu verteidigen, hat niemand ein Problem, daraus eine Pflicht für jene zu machen, denen man alles Unglück der Welt und des eigenen Lebens als Schuld anheftet: die Männer.

 

So etwas wäre nicht möglich

In einer Gesellschaft und einem Land, das auf der biblischen Wahrheit gründet, wäre so etwas nicht möglich. Im Gegenteil: eine Wehrpflicht wäre auch ein Wehrwunsch und dem Kinderwunsch würde der Adel einer Pflicht innewohnen. Weshalb?

Gott selbst sagt uns in seinem Wort, wir sind wunder gemacht, wir sollen fröhlich sein und uns nicht fürchten. Wir sollen mutig in das Zentrum der Verantwortung und die Möglichkeit der Schuld hineintreten – weil es Vergebung gibt. Wir sollen auf dieses Gotteswort vertrauen – dann dient uns alles zum Guten. Für den, der dies hört und glaubt und danach lebt, ist nichts mehr selbstverständlich. Das Leben selbst und alles, was ihm begegnet, ist Grund zur Dankbarkeit. Er wird es für seine Pflicht halten, es anderen auch zu ermöglichen, es zu erhalten und wenn nötig, mit seinem Leben zu beschützen.

 

Weit entfernt von einem solchen Lebensfundament

Die Studie der Swiss Life zeigt, wie weit wir von einem solchen Lebensfundament entfernt sind. Kein Wunder: seit Jahrzehnten träufelt man den Leuten die Verkehrung der biblischen Ordnungen ununterbrochen ins Gehirn: La Suisse n’existe pas. Ihre Kultur und ihre Jahrhunderte alten Institutionen sind bestenfalls Folklore, ansonsten aber überholt und feindlich. Männer sind Schweine und die Welt wäre ein besserer Ort ohne sie. Mutter sein ist «mental load» und Geschlechtsverkehr in der Ehe ist «unbezahlte sexuelle Care-Arbeit» zulasten der Frauen. Die Erde brennt, weil weisse Männer grosse Autos fahren und Unternehmen gründen, und Familie ist eine Erfindung der Männer zur legalen Ausbeutung der Frauen. Einsamkeit, Egoshootertum und das «Recht auf Abtreibung» sind Freiheit. Stärke, Disziplin und Erfolg sind «rechtes Gedankengut», Schwäche ist erstrebenswert und wer zum neuen Adel gehören will, kann eine Diagnose vorweisen. Und dafür soll einer sein Leben hergeben?

 

Bereit sein

Die Verkehrung der biblischen Wahrheit und Ordnung ist heute fast vollkommen. Das heisst aber auch: Der Punkt kommt näher, an dem die Sache ins Höllische kippt. Viele werden dann merken, dass nicht nur die Lehre finster ist, sondern auch die realen Konsequenzen daraus.

Das ist der einzige Kipppunkt, den Christen im Auge haben sollten: um dann bereit zu sein, erneut das in ihr Wirkungsfeld hineinzutragen, was heute verpönt ist: Dankbarkeit für Leben und Welt und die Herausforderung von beidem. Liebe, die die Vergangenheit hinter sich lässt und das Mögliche ins Auge fasst. Mut zu neuen Anfängen und zu Verantwortung. Hilfe ausserhalb staatlicher Schneeballsysteme. Furchtlosigkeit gegenüber von Angsterzählungen. Zuversicht im Wagnis. Hoffnung in der Unsicherheit. Kurz: in Gott und unserem Herrn Jesus verwurzelt und verankert welttüchtig sein, wo die Politik die Menschen seit jeher weltflüchtig und wurzellos haben will.

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