Uhr
von Carola Eissler
Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien schliessen Militärpakt
Die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien haben einen Militärpakt, den «Mekka-Verteidigungspakt», geschlossen. Bei Angriffen auf eines der Länder wollen sie sich gegenseitig verteidigen. Über die wahren Absichten hinter dem Pakt ist bislang wenig bekannt. Die Golfmonarchie Saudi-Arabien wurde in den vergangenen Monaten wiederholt vom Iran aus angegriffen. Allerdings heisst es, der Pakt sei nicht explizit gegen den Iran gerichtet.
«Der Iran ist unser Bruder»
Dazu passt, dass Pakistan, das über Atomwaffen verfügt, noch vor wenigen Wochen klar Stellung zugunsten des Iran bezogen hat. Premierminister Shehbaz Sharif hatte Ende Juni aus Anlass des Besuchs von Irans Präsident Masoud Pezeshkian erklärt: «Der Iran ist nicht unser Nachbar, der Iran ist unser Bruder. Der Erfolg des Iran ist Pakistans Erfolg. Der Verlust des Iran ist Pakistans Verlust.» Mit der Türkei ist ein NATO-Mitglied Teil dieses Paktes. Wie das «Handelsblatt» berichtet, gehe es offensichtlich um Technologietransfers, um den Austausch von Geheimdienstinformationen und den Aufbau von Luftabwehrkapazitäten. Die Türkei erhoffe sich zudem saudisches Geld für seine Verteidigungsindustrie, so das Handelsblatt. Der NATO-Partner Türkei stellt innerhalb des westlichen transatlantischen Bündnisses die zweitgrösste Armee nach den Vereinigten Staaten. Bereits in der Vergangenheit hat die Türkei immer wieder Bündnisse ausserhalb der NATO geschlossen.
Es könnte brisant werden
Dennoch könnte der neue Beistandspakt, der nach dem Willen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan um Ägypten und weitere islamische Staaten erweitert werden soll, vor allem angesichts zunehmender Feindseligkeiten gegenüber Israel brisant werden. Vor Kurzem wurde nämlich – aufgedeckt durch einen israelischen Think-Tank – der Inhalt eines bereits vor zwei Jahren abgeschlossenen 758 Seiten umfassenden Dokuments Erdoğans bekannt, in welchem er seine langfristige Strategie zur Ausweitung von Ankaras Einfluss in Israel, besonders bezüglich Jerusalem, darlegt.
In dem Dokument mit dem Titel «Filistin Davamiz» («Unsere palästinensische Angelegenheit») verschweigt Erdoğan nicht nur das Massaker vom 7. Oktober 2023, verteufelt und delegitimiert den Staat Israel und verleugnet jeglichen jüdischen Anspruch auf das Land, sondern formuliert bezugnehmend auf die über vierhundertjährige osmanische Geschichte im Nahen Osten unverhohlen das Ziel, die Kontrolle über Jerusalem und über das ganze dortige Gebiet des heutigen Israels zu erlangen. Das gesamte Dokument ist auf der Homepage des Kommunikationsministeriums (Iletisim Bakanligi), das direkt dem Präsidialamt der Türkei untersteht, einsehbar, auch auf Englisch.
Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Neue News
Roboter fürs Rückenmark
Forschern der ETH ist es gelungen, Stammzellen mittels steuerbarer Mikroroboter präzise an den geschädigten Ort im Rückenmark zu bringen. Dieser neue Ansatz ist vielversprechend und eröffnet weitere Anwendungsfelder.
[mehr] Roboter fürs RückenmarkDie mächtigste Waffe
Worte haben Gewicht. Sie können deeskalieren oder eskalieren, aufbauen oder zerstören, klären oder verwirren. Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht. Darf Gott unser Reden verändern?
[mehr] Die mächtigste WaffeKlage abgewiesen
Die Swisscom, zu 51 Prozent im Besitz des Bundes, unterstützte im letzten Herbst die Pro-E-ID-Kampagne mit 30'000 Franken. Das Bundesgericht ist nun aber nicht auf die Abstimmungsbeschwerde eingetreten – aus formellen Gründen.
[mehr] Klage abgewiesenMehr entdecken
ethos
Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.
ethos open hands
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.