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von factum-Redaktion
Sicherheit ist eine soziale Frage
Soziale Gerechtigkeit wird vor allem als Chancengleichheit und als angemessene Entlöhnung für die berufliche Arbeit definiert. Der Autor jedoch hat die Beobachtung gemacht, dass es normalverdienenden Arbeitnehmern heute wichtiger ist, dass ihr nächtlicher Weg zur oder von der Arbeit sicher ist und dass ihre Kinder in der Schule keine Gewalterfahrung machen als eine Forderung der Gewerkschaft nach 1,5 Prozent mehr Lohn.
Wo früher die Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg die Priorität war, sei dies jetzt die freie und ungefährdete Teilhabe am öffentlichen Leben: «Nur wer sein Leben frei und unbeschwert leben kann, für den gilt auch das Aufstiegsverbrechen». Nickolas Emrich wendet sich gegen die Relativierung der berechtigten Sorgen der Bürger: «Wenn ein Kind traumatisiert nach einer Gewalterfahrung von der Schule nach Hause kommt, dann ist niemandem geholfen, wenn man sagt ‹das hat es früher auch schon gegeben›».
¹ Nickolas Emrich: «Der Preis unserer Toleranz. Warum innere Sicherheit die neue soziale Gerechtigkeit ist» (Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag)
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