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von Thomas Lachenmaier

Natur

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«Die Wissenschaft hat den Mythos des Materialismus aufgegeben.» Das sagt der Nuklearphysiker und Geowissenschaftler Prof. Gerald Schroeder. Er lehrte am Massachusetts Institute of Technology (MIT), arbeitete für die US-Atomenergiebehörde und hat Regierungen beraten. Die «Grundqualität aller Materie ist Geist», schreibt Prof. Schroeder. Jeder Fortschritt der Wissenschaft habe unser Verständnis weiter von einem materialistischen Verständnis der Welt weggebracht, hin zu der Erkenntnis der Welt als dem materiellen Ausdruck einer geistigen Welt.
Die Gehirnforschung schien zu zeigen, dass der Mensch nicht mehr als schiere Materie ist: Verstand, Emotion, Charakter: alles Gehirnchemie. Das Wesen eines Menschen sei nicht mehr als eine Folge von Prozessen im Gehirn. Das Gehirn determiniert, was und wie ein Mensch ist. Es kann keine Willensfreiheit geben. Diese «mechanische Philosophie» vom Menschen kam mit der industriellen Revolution auf, erläutert der amerikanische Neurochirurg und Buchautor Dr. Michael Egnor von der Stony Brook University, New York. Das entsprechende Menschenbild habe auch zu der «materialistischen Voreingenommenheit» in der Neurowissenschaft geführt. Heute zeigt die Neurowissenschaft, dass das materialistische Bild vom Menschen falsch ist.
Inzwischen wird klarer, was definitiv vom Gehirn kommt – und was nicht.

 

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