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von Holger Clas

Mensch

Reformationstag: Mehr als 160 verletzte Polizisten – Täter «erlebnisorientiert»?

Ausschreitungen in verschiedenen Städten, geplünderte Geschäfte in Frankfurt, mehr als 160 verletzte Polizisten allein in vier Städten. Das ist die vorläufige Bilanz zu den Krawallen am Reformationstag. Ein Kommentar von Holger Clas.

Fünf Geschäfte plünderten Randalierer am Reformationstag in Frankfurt, darunter einen Waffenladen. Allein aus vier Städten wurden mehr als 160 verletzte Polizisten gemeldet. In Frankfurt traf ein Stein einen Polizisten so brutal im Gesicht, dass er einige Zähne verlor. Den Sachschaden bezeichnete die Polizei als erheblich.

Was sind das für Menschen, die unseren Staat und unsere Gesellschaft so sehr hassen? Verschiedene öffentlich-rechtliche Medien sprachen verschleiernd von «erlebnisorientierten jungen Menschen mit viel Adrenalin». Dabei konnte jeder interessierte Betrachter der sozialen Medien genau identifizieren, um wen es geht. Zwei Innenminister wurden deutlicher. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von «gewaltbereiten linken Gruppen» und «migrantischen Chaoten». Hessens Innenminister Roman Poseck nannte «Linksextremisten und gewaltorientierte junge Menschen, grösstenteils mit Migrationshintergrund».

 

 

Der Extremismusexperte Ahmad Mansour schrieb auf X: «Seit ich in Deutschland lebe, habe ich zunehmend den Eindruck, dass sich die gesellschaftliche Debatte um Migration im Kreis dreht. Das Muster ist inzwischen erschreckend vorhersehbar: Es geschieht ein Ereignis, es folgt die Empörung, dann beginnt die öffentliche Debatte. Jemand spricht den Migrationshintergrund der Beteiligten an. Und schon setzt die nächste Gegenbewegung ein: Man problematisiert nicht mehr das Ereignis, sondern die Tatsache, dass überhaupt über die Herkunft der Täter gesprochen wird.» Und: «Wer aus Angst vor falschen Antworten die richtigen Fragen nicht mehr stellt, macht sich nicht differenzierter. Er macht sich handlungsunfähig.»

Ich denke, Medien, die die Augen vor Linksextremismus und Migrationsproblemen verschliessen, sind Teil des Problems. Die Bibel fordert uns auf, die Lüge abzulegen und die Wahrheit zu reden (Epheser 4,25). Zur Wahrheit gehört Mut – gerade dann, wenn es unbequem wird, sie auszusprechen.

 

 

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