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von factum-Redaktion

Glaube

«Ohne Israel hätten wir keine Bibel»

«Warum ist Israel für die Gemeinde so wichtig?» Diese Frage stellte Andreas Schäfer, geistlicher Leiter der Langensteinbacher Höhe, am Vorabend des Sächsischen Gemeindebibeltages, organisiert von den Sächsischen Israelfreunden. Schäfer ist überzeugt: «Ohne Israel hätten wir keine Bibel.»

Um das Evangelium komplett zu erklären, brauche Paulus Israel, sagte Schäfer bezugnehmend auf die Kapitel neun bis elf aus dem Römerbrief. «Gott hat Israel gewählt als das Volk, durch das er nicht nur seinem Volk, sondern der ganzen Welt seine Bibel schenkt und gibt.» Auf diesem riesigen Schatz gründe sich die Gemeinde seit 2000 Jahren.

 

Gott hat Israel erwählt

Israel sei für die Gemeinde auch deshalb so wichtig, weil Gott Israel erwählt hat. Deshalb gelte: «Weil Gott nicht ohne Israel will und nicht ohne Israel kann, werden auch wir nicht ohne Israel wollen und nicht ohne Israel können.» Gott sei ein planender Gott. Von Anfang an habe er gewusst, dass es auf die Rettung durch Jesus Christus hinauslaufen würde. «Am Volk Israel können wir sehen, dass Gott Pläne hat und seine Pläne erfüllt», so Schäfer. Er liebe es, im 21. Jahrhundert zu leben. Denn: «Wir blicken auf 2000 Jahre Erfüllung von Gottes Plänen zurück.»

 

Der Ursprung der Weltmission

Israel sei auch der Ursprung der Weltmission und deshalb so wichtig für die Gemeinde. Das erste Pfingstfest sei ein innerjüdisches Ereignis gewesen (vgl. Apg. 2). Die nächste Etappe seien die Samariter gewesen (Apg. 8), bevor der Durchbruch der Missionsbewegung geschah, als Petrus – von Gott geführt – zum römischen Hauptmann Kornelius ging (Apg. 10).

 

Die Zukunft ist eng mit Israel verbunden

«Noch nie waren wir so nah an der Wiederkunft Jesu», führte Schäfer weiter aus. Die Welt drehe sich im Kreis, aber wir Christen laufen auf ein Ziel zu, auf Jesus. Die Zukunft sei eng mit Israel verbunden. Jesus werde hier sichtbar wiederkommen. Mit Blick auf Israel – ein Land mit Boden und Menschen – werde Glaube plötzlich realistisch. Deshalb gelte: «Israel können wir nicht ausweichen. Jetzt können wir nur noch entscheiden, ob wir Israel hassen oder lieben.»

Gott werde durch sein Handeln am Volk Israel so gross. Doch Gott sei nicht nur mit Israel konkret und handfest unterwegs, sondern auch in unserem Leben. Gott habe nicht nur mit der Welt und dem Universum einen Plan, sondern auch «für unser kleines Leben», ermutigte Schäfer.

 

Weitere Infos: Sächsischer Gemeindebibeltag, Sächsische Israelfreunde, Langensteinbacher Höhe

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