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von Isabelle Kobe
Mehr Biodiversität durch einheimische Wildpflanzen
Während zwei Jahren untersuchten Forscher der Universität Göttingen von der Abteilung Agrarökologie und Funktionelle Agrobiodiversität 29 Blühflächen in Niedersachsen, die gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben angelegt wurden. Gegenstand der Untersuchung war auch der Einfluss von Vorkultur, Aussaatzeitpunkt und Landschaftsdiversität.
Einheimische Pflanzen setzen sich durch
Das Ergebnis: Einheimische Pflanzenarten setzten sich zunehmend durch. So nahm der Flächenanteil der ausgesäten Arten vom ersten zum zweiten Jahr um 43 Prozent zu, während spontan aufkommende Pflanzenarten um 29 Prozent zurückgingen. Problematische Unkräuter traten kaum auf und erreichten zuletzt weniger als zwei Prozent des Flächenanteils.
Die Zusammensetzung spielt eine entscheidende Rolle
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass regionale Wildpflanzenmischungen über unterschiedliche Standorte, Vorkulturen und Aussaattermine hinweg widerstandsfähige Pflanzengemeinschaften entwickeln und problematische Unkräuter unterdrücken können», sagt Abteilungsleiterin Prof. Dr. Catrin Westphal. Allerdings spiele die Zusammensetzung der Saatgutmischung eine entscheidende Rolle: In der Etablierungsphase haben unerwünschte Pflanzen kaum eine Chance gegen schnell wachsende einjährige Arten, während mehrjährige heimische Arten die langfristige Entwicklung garantieren. Laut den Studienergebnissen könnten regionale Wildpflanzenmischungen dazu beitragen, Blühflächen in der Landwirtschaft besser zu etablieren, um dauerhaft vielfältige Lebensräume zu schaffen.
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