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von factum-Redaktion
Krieg gegen den Iran: «Es sieht ziemlich gut aus» für die USA
Auch wenn dieser Krieg «mittelmässig ausfällt», habe Trump viel Gutes dafür getan, um den Iran, der eine Gefahr für die ganze Region sei, einzuhegen, ist Jeffrey, der auch US-Botschafter im Irak und in der Türkei war, überzeugt. Seine Einschätzung legte er in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung vom 6. Juli 2026 dar. Von 2000 bis 2023 hätte der Iran mit Verbündeten in Syrien, Irak, Libanon, dem Gazastreifen und im Jemen ein Imperium aufgebaut. Doch seit dem Krieg, der am 7. Oktober 2023 mit dem Angriff der Hamas auf Israel begann, hat sich das Blatt gewendet, der Iran sei deutlich schwächer als zuvor, von seinem Atomprogramm sei nicht mehr viel übrig. Die Strasse von Hormus bezeichnet Jeffrey als «sich abschwächendes Druckmittel», auch weil viele Länder nach Umgehungswegen suchten.
«Das wichtigste Druckmittel gegen Trump sind die Zwischenwahlen im November», so Jeffrey, doch das falle bald weg. «Nach November wird sich Trump nicht mehr um die Auswirkungen steigender Benzinpreise kümmern». Wenn er das als langfristigen Konflikt betrachte, der noch nicht zu Ende sei, «sieht es ziemlich gut aus.»

James Jeffrey © wikimedia.org/United States Department of State
Man müsse nun schauen, wie der Iran die Absichtserklärung umsetzte. Die Iraner werden versuchen, alles zu bekommen. Sie könnten nach Ansicht von Jeffrey auch auf Konfrontation gehen. Bis im November werde das funktionieren. «Danach wird es eine starke amerikanische Antwort geben.» Denn: Bislang habe man den Iran nicht wirklich hart getroffen. «Militärische Ziele und das Atomprogramm wurden sehr wirksam getroffen. Aber das hat das Land nicht lahmgelegt. Wir haben nur eine Brücke zerstört. Wir hätten 50 Brücken zerstören sollen», sagt Jeffrey.
Nun nahmen die amerikanischen Streitkräfte die Angriffe gegen den Iran bereits am Dienstag wieder auf. Dies als Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Strasse von Hormus. An einer Pressekonferenz am NATO-Gipfel in Ankara sagte Trump zudem, für ihn sei der Waffenstillstand «vorbei». Später gab er zwar bekannt, dass sein Verhandlungsteam nach wie vor nach einer diplomatischen Lösung suche, doch es ist auffällig, dass sowohl auf amerikanischer (Donald Trump und Vizepräsident JD Vance) als auch auf iranischer Seite (Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf und Mohammad Marandi, Mitglied der iranischen Verhandlungsdelegation) deutlich von Krieg gesprochen wird.
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