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von Carola Eissler

Glaube

Kohl-Enkel warnt vor Christenfeindlichkeit

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann, Enkel von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, hat vor einer zunehmenden Christenfeindlichkeit in Deutschland gewarnt und fordert, dies nicht länger hinzunehmen.

Volkmann bezieht sich dabei auf aktuelle Vorkommnisse in diesem Jahr wie beispielsweise Schüsse auf eine katholische Kirche in Hanau, Brandstiftungen auf Kirchen sowie den Angriff auf einen Christen in einem Asylbewerberheim in Regensburg. Weil der Asylbewerber eine Kette mit Kreuz trug, waren rund 30 Mitbewohner auf ihn losgegangen und hatten ihn verletzt. Das Polizeipräsidium Oberpfalz sprach danach im Pressebericht davon, die Angreifer seien alkoholisiert gewesen, der Streitgrund habe «nur nachrangig religiöse Hintergründe».

Der 30-jährige Christdemokrat sagt, dies alles seien keine Einzelfälle. Immer wieder erlebe man in Deutschland Brandstiftung auf Gotteshäuser, Vandalismus, Angriffe gegen Personen und vieles mehr. «Die Intoleranz, die Feindseligkeit, auch die Angriffe gegenüber Christen im öffentlichen Raum in Deutschland nehmen zu.» Volkmann fordert politische und gesellschaftliche Konsequenzen und ein Ende der Schweigespirale. «Es muss Teil unserer öffentlichen Debatte werden, dass wir Christenfeindlichkeit als Problem sehen und nicht länger hinnehmen», so der evangelische Christ, der erst seit 2025 im Bundestag sitzt.

Laut der österreichischen Nichtregierungsorganisation «Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen» mit Sitz in Wien (OIDAC Europe) nimmt nach Frankreich und Grossbritannien vor allem in Deutschland die Zahl der Angriffe auf Christen und Kirchen zu. 337 Fälle wurden für 2024 dokumentiert. Befürchtet wird zudem, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt, da entsprechende Taten entweder nicht gemeldet oder erst gar nicht der Kategorie antichristlicher Straftaten zugeordnet werden. Allein im Monat Mai waren Brandanschläge auf Kirchen und Gemeindehäuser in Eppingen, Gladbeck, Delmenhorst und Knittelsheim verübt worden.

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