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von factum-Redaktion
«KI an sich ist weder gut noch böse»
Trüb legte anhand der Bibel dar, dass wir eher zu einem Instrumentalismus neigen sollten. Das bedeute, das Dinge wie eben KI, Computer oder auch Waffen, grundsätzlich moralisch neutral seien und man sie sowohl für das Gute als auch für das Böse einsetzen könne. Der Determinismus hingegen postuliere, dass Dinge immer für einen bestimmten Zweck entwickelt worden seien. Waffen zum Beispiel seien für einen Deterministen immer schlecht. «Wir können die KI für gute Sachen einsetzen, aber wir sollen uns nicht von ihr beherrschen lassen und immer noch selbst mitdenken», so Trüb. Nicht die KI sei gut oder böse, sondern unser Umgang damit.
Bis heute unterschiede sich die menschliche Intelligenz deutlich von der Künstlichen Intelligenz, führte Trüb weiter aus. So könne eine KI Daten verarbeiten, ohne ein Verständnis dieser Daten zu haben. Auch habe eine KI weder Verstand, Wille oder Emotionen. «Maschinen haben weder Bewusstsein, Werte, noch Verständnis für die Bedeutung der verarbeiteten Daten.» Deshalb komme KI nicht an die menschliche Intelligenz heran. Gott, so sagte Trüb, besitze Weisheit und Verstand (Jer. 51,15) und schenke diese dem Menschen (1. Kön. 5,9). In einer ähnlichen Weise würden wir Menschen unsere Weisheit an Maschinen weitergeben, die Daten verarbeiten.
Wie werde KI unsere Zukunft prägen? Das fragte Trüb, um einerseits aufzuzeigen, dass der Mensch mehr als sein Gehirn ist, und um andererseits auszuführen, dass die Zukunftserwartung von der persönlichen Sichtweise abhängt. Nach Ansicht von Trüb führt «ein materialistisches Bild des Menschen», das Gott ausklammert, «zu unrealistischen Zukunftserwartungen.» Die Bibel jedoch fordere zur Gottesfurcht auf (Matth. 10,28b), anstatt sich vor Menschen und ihren Maschinen zu fürchten. Es sei der Glaube, der die Welt überwindet (1. Joh. 5,4). «Die einzige Furcht, die der Menschen haben soll, ist die Gottesfurcht.»
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