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von Matthias Hilbert

Glaube

«Jesus – Das Thema meines Lebens»

Der bekannte Pfarrer Wilhelm Busch machte das Evangelium zum Kern seiner Botschaft. Ein Blick auf sein Leben und Wirken vermittelt auch 60 Jahre nach seinem Tod wertvolle Impulse.

Wilhelm Busch war ein Phänomen. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1962 war er in Essen als Jugendpfarrer tätig, bis zuletzt von ungezählten jungen Menschen geachtet, geliebt und verehrt. Viele von ihnen hat er zu Jesus geführt und sie in ihrem Glauben und ihrer konsequenten Jesusnachfolge geprägt. Daneben war er bis zu seinem Tod als Evangelist und Konferenzredner in ganz Deutschland unterwegs. Er besass nicht nur eine grosse Leidenschaft für Jesus, sondern verfügte auch über ein ganz besonderes evangelistisches Charisma. In seiner packenden und eindringlichen Predigtweise verstand er es, Jung und Alt zu fesseln. Dabei biederte er sich seinen Zuhörern nie an, noch redete er ihnen nach dem Mund. Seine Botschaft handelte stets von menschlicher Sünde und Verlorenheit – und von dem grossen Gnadenangebot Gottes, der durch Jesus Christus allein Schuld vergeben kann und das menschliche Herz zu verändern vermag. Busch redete «Klartext», den jeder verstand – gewürzt mit vielen anschaulichen Beispielen und Vergleichen, eigenen Erlebnissen und mit manchen humorvollen Einschüben. Langweilig war es bei ihm nie.
Am Ende starb dieser engagierte, rastlos tätige Bote Gottes sozusagen «in den Sielen»: Er befand sich gerade auf der Rückreise von einer Evangelisationswoche, die er in Sassnitz auf Rügen in der damaligen DDR gehalten hatte. Am letzten Abend der Veranstaltungsreihe hatte er dort in der überfüllten Kirche über das Thema «Was hat man denn von einem Leben mit Gott?» gesprochen. Dabei wies er darauf hin, dass Gott in Jesus Christus eine dreifache Mauer durchbrochen habe: die Mauer der anderen Dimension, die Mauer der Schuld und die Mauer des Todes. Und er selbst bekannte: «Ich weiss, dass ich, wenn ich in diesem Leben die Augen schliesse, in der Ewigkeit bei Jesus sein und ihn sehen werde.» Nur wenig später, am 20. Juni 1966, verstarb Busch ganz plötzlich in einem Lübecker Hotel im Alter von 69 Jahren.

 

Pfarrer der einfachen Leute

Geboren wird Wilhelm Busch am 27. März 1897 in Wuppertal-Elberfeld, wo sein Vater Pfarrer an der lutherischen Kirche ist. Nach dem Abitur möchte er Kunstgeschichte studieren. Doch dann bricht 1914 der Erste Weltkrieg aus. An ihm nimmt auch Wilhelm Busch aktiv teil. Während seines Einsatzes an der Westfront kommt es bei ihm zu einer radikalen Lebenswende. Er weiss sich von Jesus gerufen und gefunden. Und er verspürt den Ruf und den Drang, nach dem Krieg wie sein Vater Pfarrer zu werden. Bereits jetzt liegt ihm die Jugend besonders am Herzen: «Du musst (…)», so sein grosser Wunsch, «jungen Menschen sagen, wie sie selig werden können.»
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs studiert Busch in Tübingen Theologie. Seine Lehrer sind unter anderem die Professoren Karl Heim und Adolf Schlatter, die auch unter Pietisten in einem guten Ruf standen. 1924 beruft ihn das Presbyterium der Essener Altstadtkirchengemeinde zum Gemeindepastor in einen Pfarrbezirk, der fast ausschliesslich von Bergarbeiterfamilien bewohnt ist. Eine grosse Herausforderung für den jungen Pastor!

 

Neugierig? Lesen Sie den gesamten Artikel im factum 04/2026

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