© shutterstock.com/Dmitriy Feldman svarshik

Uhr
von Stefan Frank

Mensch

Jenseits der grünen Linie

Mitten im Krieg reist Schriftsteller Tuvia Tenenbom zu Siedlern ins biblische Kernland Judäa und Samaria. Seine Gespräche und Begegnungen zeigen: Nichts in diesem Land ist so, wie es scheint.

«Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben», 1. Mose 12,6–7. So spricht Gott zu Abraham, als er nach seiner Ankunft im Land Kanaan in Sichem – dem heutigen Nablus – bei der Eiche von Moreh steht. Die heutige jüdische Siedlung «Elon Moreh» trägt ihren Namen nach diesem biblischen Ort. Hier schrieb der israelisch-amerikanische Schriftsteller, Journalist und Theaterregisseur Tuvia Tenenbom ein Buch über die jüdischen Siedler.

 

Tuvia Tenenbom

Tenenbom, der in New York, Hamburg und Israel lebt, stammt selbst aus einer ultraorthodoxen jüdischen Familie. Sein Vater war Rabbiner und sein Grossvater chassidischer Oberrabbiner. Als Jugendlicher entfernte er sich vom ultraorthodoxen Milieu und ging später nach New York, wo er 1994 das Jewish Theater of New York gründete. In Deutschland ist er seit seinem Buch «Allein unter Deutschen» bekannt. Sein Konzept: ohne vorgefasste Meinung mit allen reden und sich vom Zufall beziehungsweise den Empfehlungen seiner Gesprächspartner den Weg weisen lassen.

 

 

«Biblisches Israel»

Israel ist das Land der Bibel. Doch deren Geschichten spielen nicht in Tel Aviv, Holon oder Netanya. Der Kernraum vieler biblischer Erzählungen liegt in den «besetzten Gebieten», wie Politiker und Journalisten das Gebiet jenseits der Waffenstillstandslinie («grüne Linie») von 1949 nennen. Die moderne Bezeichnung «Westjordanland» verdeckt, wie zentral dieses Gebiet für die biblische Geografie ist. Tenenbom nennt das Gebiet «biblisches Israel» – das klingt schöner und natürlicher.
Bei seiner Ankunft macht Tenenbom zunächst Erfahrung mit der Bürokratie. Um ein Zimmer zu mieten, braucht er eine Genehmigung der Regionalverwaltung von Schomron – hebräisch für Samaria, dem Land der Samariter. Der Leiter der Verwaltung verspricht, sich darum zu kümmern, lässt den Schriftsteller dann aber erst mal Wochen warten, die dieser in Jerusalem ausharren muss. Auch die Siedler sind zunächst misstrauisch. Immer, wenn ein Journalist zu ihnen kommt, werden sie «als gnadenlose Kolonialisten gezeichnet, die ihren Tag mit der Erschiessung von einigen Arabern zum Frühstück beginnen» und nicht schlafen gehen, bevor sie einige Hektar Land von armen Arabern gestohlen haben. Warum sollten sie so jemanden unter sich dulden?

 

Neugierig? Lesen Sie den gesamten Artikel im factum 05/2026

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Dmitriy Feldman svarshik
Mensch

Jenseits der grünen Linie

Mitten im Krieg reist Schriftsteller Tuvia Tenenbom zu Siedlern ins biblische Kernland Judäa und Samaria. Seine Gespräche und Begegnungen zeigen: Nichts in diesem Land ist so, wie es scheint.

[mehr] Jenseits der grünen Linie
© shutterstock.com/JamesYi006/ Antikes assyrisches Steinrelief aus Ninive, das Jäger zeigt, die von einer königlichen Jagd zurückkehren, ausgestellt im British Museum
Natur

Neue Funde bestätigen die Bibel

Was Terroristen der ISIS von 2014–2017 als Zerstörungstat geplant hatten, führt Archäologen zu immer mehr beeindruckenden Funden aus der Zeit der Zerstörung Ninives im Jahre 612 vor Christus. Es bestätigt das brutale Ende der Stadt, wie im Alten Testament beschrieben.

[mehr] Neue Funde bestätigen die Bibel
© shutterstock.com/SsCreativeStudio
Glaube

Eltern zwischen den Fronten

Kinder, die ihre Eltern mit ihrem Trans-Wunsch konfrontieren, sind zum allergrössten Teil im Pubertätsalter. Die Eltern sind überfordert und geraten zwischen die Fronten – sie finden auch bei Schulen und sogenannten Fachstellen oft keine Unterstützung. Im Gegenteil.

[mehr] Eltern zwischen den Fronten

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.