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von Carola Eissler
Israels geheime Armee im Iran
Was jetzt an die Öffentlichkeit gelangte, übertrifft noch die Präzision der Pager-Operation gegen die Terrororganisation Hisbollah im Libanon im September 2024. Wie bekannt wurde, hat der jüdische Staat eine geheime Armee von iranischen Zivilisten in der Islamischen Republik unterhalten, die vom israelischen Geheimdienst angeworben und ausgebildet worden waren und danach jahrelang ein ganz normales ziviles Leben im Iran führten. Sie warteten auf den entscheidenden Befehl, loszuschlagen.
In der Nacht zum 13. Juli 2025 war es soweit. Als die israelischen Kampfflugzeuge mit einem Überraschungsangriff Richtung Iran starteten, hatte die Schattenarmee bereits alles für die Operation «Rising Lion» vorbereitet. Sie schaltete die iranische Luftabwehr aus und machte so den Weg für Israel frei. Noch bis vor kurzem war die Welt davon überzeugt, dass Israel Mossad-Agenten in den Iran eingeschleust hatte und dass es sich bei der Installation von Raketensystemen um eine klassische Kommandoaktion des israelischen Militärs gehandelt hatte. Doch weit gefehlt. Denn es waren iranische Zivilisten, die an komplexen Waffensystemen ausgebildet worden waren und beim Schlag gegen das Mullah-Regime eine Schlüsselrolle einnahmen. Weitere Mossad-Netzwerke waren in die Operation eingebunden. Nicht nur, dass alles so präzise wie ein Uhrwerk funktionierte, wie das Nachrichtenportal Ynet einen ehemaligen hochrangigen Mossad-Mitarbeiter zitierte. Alle Beteiligten hatten die Operation über einen so langen Zeitraum absolut geheim gehalten, es gab kein einziges Leck.
Mossad-Chef David Barnea hatte seit seinem Amtsantritt 2021 den Geheimdienst völlig umgebaut und an die Moderne angepasst. Denn schon längst arbeiten feindliche Geheimdienste mit biometrischen Systemen wie zum Beispiel Gesichtserkennung. Israelische Agenten mit falschen Pässen können anhand biometrischer Daten enttarnt werden, lokale Kräfte, die vom Mossad ausgebildet sind, bleiben dagegen unter dem Radar der Geheimdienste. Die Jüdische Allgemeine schreibt hierzu: «Besonders bemerkenswert ist dabei das Vertrauen, das der Mossad seinen iranischen Agenten entgegenbrachte. Einige von ihnen wussten offenbar, dass eine grossangelegte Operation unmittelbar bevorstand. Dennoch drang nichts nach aussen. Für Israel war das von entscheidender Bedeutung.»
Wie viele iranische Agenten als Israels Schattenarmee derzeit im Iran leben, ist völlig unbekannt. Doch eines ist klar: Das iranische Volk hat ein eigenes Interesse daran, dem islamischen Regime den Todesstoss zu versetzen und alles zu unternehmen, damit ein neuer, freier, demokratischer Iran eine Zukunft hat.
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