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von bhw
Israelhass in Schulbüchern
An iranischen Schulen lernen Schüler, die USA und Israel als Feind anzusehen. Militärische Inhalte sind allgegenwärtig. Im Lehrmaterial sei häufig die Bezeichnung «grosser Satan» für die USA zu finden. Der Dschihad gegen den Westen und das «Märtyrertum» werden glorifiziert, terroristische Anführer, die starben, als sie die «Werte» der Islamischen Revolution von 1979 förderten, gelobt. Einer der patriotischen Vorbilder ist General Kassem Soleimani, der vom «terroristischen Präsidenten der Vereinigten Staaten» ermordet wurde, heisst es.
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Auch jordanische Schulbücher sind an vielen Stellen antisemitisch, zeigt die gleiche Studie. Die Wissenschaftler untersuchten mehr als hundert Bücher von der 1. bis zur 12. Klasse. Ein besonderes Augenmerk galt den 32 Druckwerken, die vergangenes Jahr neu erschienen sind. Erkennbar ist: Im Vergleich zum vergangenen Jahr gibt es mehr Inhalte, die Toleranz zwischen Religionen lehren. Dennoch wendet sich laut Forscher der Lehrplan nicht von antisemitischen Mustern ab. Natürliche Eigenschaften und Wesenszüge von Juden sind somit laut einem Islamkunde-Buch der 9. Jahrgangsstufe «Verrat und die Verletzung von Vereinbarungen», israelische Märkte seien geprägt von Monopolen, Betrug und Wucher.
Ein Geschichtsbuch der 12. Klasse bezeichnet die Balfour-Erklärung – ein britisches Dokument, das 1917 dem jüdischen Volk eine «nationale Heimstätte» im heutigen Israel zusicherte – als jüdischen Verschwörungsakt. Laut des Lehrtextes sollen die Nachkommen Davids Amerika überredet haben, in den Ersten Weltkrieg mit einzusteigen, die Bolschewisten zum Rückzug bewegt und Grossbritannien durch Gelder zu einem für sie günstigen Kriegsausgang bewegt haben. Den Schulbüchern zufolge hätten «die Juden» während des Krieges die deutsche Wirtschaft zerstört und die deutsche Gesellschaft destabilisiert. Nur gelegentlich finden sich in den neuen Büchern Hinweise, dass Juden während des Nazi-Regimes zu Schaden kamen, eine gesonderte Herausstellung der Gräueltaten gegenüber dem jüdischen Volk fehlt.
Noch schlimmer
Ein fast noch schlimmeres Bild geben die Schulbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ab. Seit Jahren verspricht sie ihren europäischen Geldgebern, ihr Bildungssystem zu reformieren, indem sie Aufwiegelung, Antisemitismus und die Verherrlichung von Gewalt aus den Schulbüchern entfernt. Diese Versprechen sind unerfüllt geblieben. In seiner jüngsten Rüge hat das Europäische Parlament die Schulbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde zum siebten Mal in Folge verurteilt. Juden würden anhaltend diffamiert, der Dschihad und das «Märtyrertum» gefördert.
Die Forscher von IMPACT-se stellten fest, dass weiterhin der Holocaust und die Zerstörung jüdischer Gemeinschaften in der arabischen Welt während des Zweiten Weltkriegs nicht behandelt werden. Der aktuelle Lehrplan bestreitet zudem ausdrücklich die blosse Existenz eines jüdischen Volkes, Juden seien eine Religionsgemeinschaft. Der Lehrplan ermutigt die Schüler zur Vertreibung der kolonisierenden «Eindringlinge» aus der «angestammten Heimat der Palästinenser». In Beschreibungen der frühen islamischen Geschichte werden jüdische Figuren und Gruppen oft mit sakrilegischen Verbrechen in Verbindung gebracht, wie dem Versuch, den islamischen Propheten Mohammed zu ermorden, oder der sexuellen Schändung einer Muslimin.
Judenhass findet sich selbst in Mathe- oder Chemieaufgaben, wenn zum Beispiel «Märtyrer» der Hamas gezählt werden oder erklärt wird, dass Israel die Trinkwasserquellen verschmutze. In Wirklichkeit versorgt Israel das gesamte Land mit sauberem Wasser. Wenn Kinder mit so viel Hass indoktriniert werden, rückt die Hoffnung auf jegliche Versöhnung in weite Ferne.
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