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von Carola Eissler

Mensch

Israel: Zwischen Feiertagen und Wahlkampf

Zwischen dem jüdischen Neujahrsfest und der bevorstehenden Knesset-Wahl zeigen neue Statistiken ein Land im Wandel: Die Bevölkerungszahlen in Israel sind von Wachstum, Einwanderung und einer hohen Geburtenrate, aber auch von Abwanderung geprägt. Der Ausgang der Wahl Ende Oktober ist politisch völlig offen.

Der September ist in Israel die Zeit der Feste: Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahr (11. bis 13. September), Yom Kippur, der grosse Versöhnungstag (21. September), und Sukkot, das Laubhüttenfest (25. September bis 2. Oktober). Pünktlich zu den Feiertagen hat das Zentralbüro für Statistik nun die neuesten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht.

 

Rund die Hälfte aller Juden lebt in Israel

Demnach leben aktuell 10,3 Millionen Menschen in Israel; die Bevölkerung ist innerhalb eines Jahres um 1,2 Prozent gewachsen. 7,8 Millionen sind Juden, 2,17 Millionen sind Araber, darunter Muslime und rund 1,9 Prozent Christen. Zudem leben mehr als 300 000 ausländische Staatsangehörige in Israel. Die Geburtenrate liegt bei 2,88 Kindern pro Frau. Somit ist Israel auch Heimat für rund die Hälfte der jüdischen Weltbevölkerung, die auf 15,8 Millionen geschätzt wird. Etwa 24 000 Neueinwanderer erreichten das Heilige Land, 21 000 Israelis kehrten aus dem Ausland zurück. Allerdings wanderten auch 57 000 Israelis aus. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 81,4 Jahre für Männer und 85,9 Jahre für Frauen.

 

 

Wahlen mit ungewissem Ausgang

Laut dem Zentralbüro für Statistik bezeichnen sich 36,9 Prozent der Juden als nicht religiös, 21,8 Prozent als nicht sehr religiös. Traditionell religiöse Juden machen 21,8 Prozent aus, orthodoxe Juden 12,4 Prozent und ultraorthodoxe Juden 11,5 Prozent.

Derweil blickt das Land auf die Wahl am 27. Oktober. 38 Parteien werden antreten. Laut Umfragen besteht ein Patt zwischen dem Block um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der Opposition. Oder anders ausgedrückt: Der Ausgang der Wahl zur 26. Knesset ist derzeit völlig offen.

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