© shutterstock.com/New Africa

Uhr
von Isabelle Kobe

Mensch

Israel – Hindernis für den Frieden?

Dass öffentlich-rechtliche Medien wie das ZDF unausgewogen und tendenziös über den Nahost-Konflikt berichten, ist nichts Neues. Jüngstes Beispiel: der Beitrag im «Heute-Journal» letzten Samstag, moderiert von Dunja Hayali. Einmal mehr wurde Israel an den Pranger gestellt und auch für die stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran verantwortlich gemacht. Eine gefährliche Botschaft.

Im Zentrum des Beitrags von Carsten Rüger stand die Behauptung, Israel würde wesentliche Punkte eines «Vierzehn-Punkte-Friedensplans» nicht einhalten. Dunja Hayali wörtlich: «Dessen Regierung hält sich nicht an Punkt 1 der Rahmenvereinbarung und damit dann auch nicht an die erst gestern erneuerte Waffenruhe mit der Terrorgruppe Hisbollah.» Erstens muss man wissen: Bei dem Dokument handelt es sich lediglich um eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung von Katar und Pakistan. Diese dient als Grundlage, um überhaupt erst in den kommenden Monaten über ein Abkommen zu verhandeln. Deshalb ist Hayalis Aussage zu Beginn ihrer Moderation: «Es geht um nichts weniger als um ein Friedensabkommen» schlicht falsch. Und zweitens betrifft die genannte Rahmenvereinbarung, wie bereits erwähnt, ausschliesslich die USA und den Iran – Israel sass gar nie am Verhandlungstisch. Das Land konnte also weder die Vereinbarung unterschreiben noch ratifizieren. «Mena-Watch» bringt es auf den Punkt: «Einer demokratischen Nation den Bruch eines Abkommens vorzuwerfen, dessen Vertragspartei sie überhaupt nicht ist, verlässt den Boden des seriösen Journalismus.»

Scharfe Kritik an der Sendung übte auch die Jüdische Gemeinde Düsseldorf in einem Artikel, der in «Israelnetz» erschienen ist: «Millionen Zuschauer erhielten ein Bild, in dem Israel als Hindernis für Frieden und Diplomatie erscheint. Dabei wird die Realität der Angriffe auf Israel durch die Hisbollah vollständig ausgeblendet.» Stattdessen werde «der Eindruck vermittelt, dass Israel die Friedensbemühungen verhindert. Damit werden Ursache und Wirkung in gefährlicher Weise verdreht». In Wahrheit würde Israel seine Bevölkerung vor Terror und Raketenbeschuss schützen.

Empört äusserte sich die jüdische Journalistin Sarah Maria Sanders auf X: «Wollt ihr uns für dumm verkaufen? Israel hat mit diesem Deal nichts zu tun, Israel wurde nicht einmal gefragt! (…) Spinnt ihr beim ZDF jetzt völlig? Wollt ihr einem anderen Land vorschreiben, was es tun darf, wenn Terroristen es andauernd mit Raketen und Drohnen beschiessen?»

Der Publizist und frühere Grünen-Politiker Ralf Fuecks spricht in einem Artikel der «Welt» von «Desinformation». Das Heute-Journal blende nicht nur die Gründe für die Gegenangriffe aus, sondern auch die Rolle des Iran ebenso wie «die Tatsache, dass die Hisbollah den Libanon als Geisel genommen hat».

Auf die unrühmliche Rolle, die der Iran in diesem Konflikt spielt, kommt auch Ahmad Mansour zu sprechen. Der israelisch-deutsche Psychologe mit arabischen Wurzeln ist überzeugt, es stecke Methode dahinter, wenn der Iran die beiden Schauplätze Libanon und Iran miteinander verbinde. «Teheran will die libanesische Regierung schwächen und die laufenden Friedensgespräche zwischen Israel und dem Libanon in den USA zum Scheitern bringen. Auch das hätte dringend eingeordnet gehört.» Die Botschaft, dass Israel an allem schuld sei, sei falsch. Mansour: «Es ist genau jene leise Botschaft, die seit fast drei Jahren mitschwingt, Beitrag für Beitrag. Deshalb ist sie so gefährlich geworden.»

Zurück

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Hendri kumbang
Natur

Kontakt mit Mutterboden ist gesund

Wald- und Gartenboden sind Lebensräume, die unter anderem aus Mineralien, Spurenelementen, Kleinstlebewesen wie Bakterien, Pilzen, Viren und Phagen bestehen. Der Kontakt damit hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

[mehr] Kontakt mit Mutterboden ist gesund
© Alexander Schick
Glaube

Getroffen von Gottes lebendigem Wort an Jesaja für unsere Zeit

Unzählige Male sei er als staatlich geprüfter Reiseleiter schon durch den Hiskia-Tunnel in Jerusalem gekrochen, auf dem Gipfel von Massada gestanden und habe Besuchern antike Synagogen gezeigt, berichtet Doron Kornbluth.

[mehr] Getroffen von Gottes lebendigem Wort an Jesaja für unsere Zeit
© SG Wort und Wissen / Geöffnete Hülsen des Besenginsters
Natur

Vorsicht – es wird geschossen!

Die Strategie, wie Früchte durch Austrocknen ihre Samen ausstreuen, ist sensationell. Dass ganz unter­schiedliche Pflanzen sich so vermehren, ist ein klares Indiz für Schöpfung.

[mehr] Vorsicht – es wird geschossen!

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.