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von Monika Hausammann

Mensch

Gründe für den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt? Man muss nur den Verliererparteien zuhören.

Die «Alternative für Deutschland» hat anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom vergangenen Wochenende mit 43,8 Prozent Stimmenanteil einen Erdrutschsieg errungen. Wer die Gründe dafür wissen will, braucht im Grunde nicht mehr zu tun, als den Exponenten der Verliererparteien zuzuhören. Eine Analyse.

Dass nach dem Sieg der AfD zuerst darüber debattiert wird, wie man sie vom Regieren fernhält, erstaunt nach den letzten Monaten im Grunde nicht mehr. Business as usual in der «wehrhaftesten aller Demokratien». Interessanter als die abgedroschenen und geschichtsvergessenen Phrasen vom Kampf gegen die angeblichen Nazis sind die «Analysen», die die Exponenten der Verliererparteien zu den Gründen für das Wählerverhalten von sich geben.

 

«Schwierig» und «problematisch»

Zuerst fällt auf, dass das PR-Wording das Wort «schlecht» nicht vorsieht. Es ist kein «schlechtes» Ergebnis, sondern ein «schwieriges» und ein «problematisches», sagen uns von der Kanzleramtsministerin Nina Warken bis hin zu Ministerpräsident Sven Schulze die Exponenten der halbierten CDU. Das ist naheliegend, denn die Bürger im Rest Deutschlands könnten ja sonst auf die Idee kommen, es gäbe vielleicht doch einen Zusammenhang zwischen «schlechtem Ergebnis» und «schlechter Politik». Wenn man aber stattdessen sagt – und die Medien tausendfach wiederholen –, das Ergebnis sei «schwierig» und «problematisch», dann sagt man im Grunde: Die Politik, die wir machen müssen, ist schwierig, weil die Welt schwierig ist. Und die bockigen Menschen in Sachsen-Anhalt machen es uns jetzt noch schwieriger und noch problematischer, mit ihrer Wahl. Und – zack! – ist man nicht mehr der abgestrafte Verlierer, der ein einst erfolgreiches Land zugrunde richtet, sondern im Grunde der herausgeforderte, geduldige Übervater, der es nicht leicht hat mit seinen minderbemittelten Kindern.

Dazu passt die Begründung, die nach der Feststellung der «Problematik» nachgereicht wird: Man habe die Menschen «in ihrer Emotionalität nicht erreicht», gab Merz zu Protokoll. Und CDU-Generalsekretärin Hoppermann sekundierte, die emotionale Ansprache der Menschen sei nicht gelungen.

 

 

Keine Fakten, sondern das Schüren von Angst

Man setzt auf dasselbe Mittel wie im Wahlkampf: Nicht auf Fakten und Sachpolitik, sondern einzig auf die Verhinderung des Gegners durch das Schüren von Angst. «Wähle mich! Nicht, nicht weil ich mich langfristig für Dein Gemeinwesen einsetze, sondern weil ich nicht die AfD bin.» Das war im Grunde das ganze Wahlprogramm aller Parteien. Und entsprechend ist nun auch die Analyse: Nicht die Tatsache, dass Deutschland wirtschaftlich abschmiert, ohne Schuldenirrsinn ein reales «Wachstum» von -0,4 Prozent aufweist, allmonatlich 15 000 Jobs im verarbeitenden Gewerbe verliert und der soziale Friede durch Massenimmigration kulturell inkompatibler Völkerstämme auf der Kippe steht, sind Gründe für die Deutlichkeit der Forderung nach einem Politikwechsel, sondern die Gefühle. Die falschen Gefühle.

Das hat auch sein Gutes – damit wird nämlich jeder «Demokratie-Politik» und dem ganzen Demokratiegeschwafel die Maske vom Gesicht gerissen: Diese Leute wollen nicht Bürger, die Tatsachen feststellen und beurteilen, sondern reine Gefühlswesen. Menschenmassen, die sich durch geschürte Gefühle in jede beliebige Richtung manipulieren lassen. Gegen den Russen, für «Flüchtende», gegen die «Klimakatastrophe», für die Ukraine, gegen «Rechts» oder, wie auch schon, für die «Impfung».

 

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Die Bibel ist auch hier wie immer deutlich und klar verständlich. Über die Faktenwahrheit dieser Welt und der Menschen – also für die Wahrheit von Worten und Werken als Übereinstimmung mit den beobachtbaren Tatsachen – sagt Jesus: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Für die Glaubenswahrheit sagt Er: Ich bin die Wahrheit. Und als Vermittler zwischen beidem ist uns der Heilige Geist gegeben, von dem Er sagt, er leite uns in alle Wahrheit. Von Gefühlen ist nicht die Rede. Umso klarer entstellt sich damit die Rhetorik moderner Politiker zur Kenntlichkeit.

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