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von Monika Hausammann
Gaunerwort «Ukraine-Hilfe»: Das Spiel mit dem Feuer
Bundeskanzler Merz will standhaft bleiben und die Ukraine weiterhin unterstützen. Denn eigenen Aussagen zufolge findet er die Aussenpolitik viel wichtiger als die innenpolitische Misere vor dem Hintergrund einer abgewürgten Wirtschaft, zehntausender abgebauter Arbeitsplätze, absehbar explodierender Sprit- und Gaspreise, Kaufkraftverlust und sozialem Unfrieden. Dafür will er «die Menschen» davon überzeugen, dass es auch in ihrem Interesse ist, den über hundert Milliarden an Unterstützung (effektiv und zugesagt) durch die deutschen Steuerzahler noch weitere hinzuzufügen. Aussenminister Wadephul will zum selben Zweck mit der jungen Generation darüber reden, dass «wir sie brauchen». Zur Verteidigung Deutschlands und des NATO-Gebietes. Ohne Unterscheidung zwischen Männern und Frauen. Warum nur eine halbe Generation gegen Russland in die Knochenmühlen schicken, wenn man eine ganze haben kann?
Krieg als Geschäftsmodell
Zählt man hierzu noch das von der Stiftung des ukrainischen Oligarchen Victor Pinchuk organisierte hochkarätige Treffen vom 11./12. September, von dem böse Zungen behaupten, es sei ein reines Business-Treffen gewesen, bekommt man ein ziemlich klares Bild von den Vorstellungen der europäischen Eliten von der «Ukraine-Hilfe»: Boris Johnson, der Mann, der im März 2022 erfolgreich den Frieden verhinderte und andere Polit-, Militär-, Business- und NGO-Grössen aus 28 Ländern, einigten sich auf «mehr, schneller, weiter, härter». Mehr Waffen, mehr Krieg, mehr Geld, mehr Druck. Frieden durch Krieg. Man kann getrost davon ausgehen, dass viele dieser Leute nach dem Krieg bedeutend wohlhabender sein werden als zuvor.
Deutschland hätte Möglichkeiten
Dabei wäre echte Ukraine-Hilfe – auch und gerade von Seiten Deutschlands – von Anfang an und auch heute noch etwas ganz anderes: Die Druckmittel, über die man verfügt, auf beide Kriegsparteien anwenden, um den Konflikt zu beenden. Im Fall der Ukraine über die Finanzierung, im Fall Russlands über die Perspektive zukünftiger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Deutschland hätte nach wie vor die Macht und die Möglichkeit dazu. Aber stattdessen führt man einen Proxy-Krieg, der sich von einem Küken jederzeit in einen weltverschlingenden roten Hahn verwandeln kann. Und man macht sich vor, man sei derjenige, der den Hahn kontrolliert.
Wer zahlt den Preis?
Am Ende wird das stehen, was am Ende eines jeden staatlich orchestrierten Tötens steht: Nebst der Zerstörung ein gigantischer Vermögenstransfer von unten nach oben zum Preis Hunderttausender Leben. Der Preis für Frieden wäre die Abtretung von Land, dessen Bewohner damit grösstenteils einverstanden wären, und der Verzicht auf militärische Aufrüstung an den Grenzen einer Atommacht. Aber das ist nicht gewinnbringend. Und es lenkt nicht so wunderbar von dem innenpolitischen Desaster ab, das einer ganzen Generation auch ohne Krieg jede Perspektive raubt.
Werkzeuge in Gottes Hand
Kurzfristig und mit Blick auf die Welt mag das für jene, die die Sache lenken, Sinn machen und in jeder Hinsicht profitabel sein. Mit Blick auf die Ewigkeit sieht es anders aus. Die «Rosse» und «die Menge der Krieger» sind am Ende immer nur Werkzeuge in der Hand Gottes, die Allianzen und Bündnisse das biblische Ägypten, das weder Schutz noch Schatten bietet.
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