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von factum-Redaktion
«Für den Frieden Jerusalems zu beten bedeutet, für die Rückkehr Jesu zu beten»
Meyer ist überzeugt: «Wer die letzten 100 Jahre der Geschichte der Juden und Israels betrachtet, der müsste eigentlich von der so genannten Ersatztheologie abtreten.» Diese besagt vereinfacht, dass Gott Israel verworfen habe, weil die Juden Jesus, den Messias gekreuzigt haben. An die Stelle Israels sei nun die Gemeinde gerückt und so gelten auch die zahlreichen Verheissungen an Israel aus dem Alten Testament nun der Gemeinde. Dem widerspricht Meyer vehement: Der Ursprung Israels sei ohne die Bibel nicht erklärbar. «Das ist ein geistliches Grundgesetz», so Meyer. In 1. Mose 12,1-4 verspreche Gott Abraham – und damit Israel – Land, Volk und Segen. Und das zeitlich unbegrenzt. Er zitierte Bibelstellen wie 2. Mose 19,5.6, 5. Mose 7,6, Jesaja 49,6 und Jeremia 31,7a, um die bis heute gültige Auserwählung Israels als Gottes Volk zu begründen. Alles, was in den Propheten steht, habe sich erfüllt, erfülle sich und werde sich erfüllen.
Bezugnehmend auf Jeremia 31,7a sagte Meyer, er wünsche sich, einmal an der Vollversammlung der Vereinten Nationen dabei zu sein. Dabei würden ihm 15 Sekunden Redezeit bereits ausreichen. «Ich würde Jeremia 31,7 aufschlagen und lesen: ‹Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern.›» Israel als Haupt unter den Völkern. «Was wäre da los?», fragte Meyer und fügte hinzu: «Keine Regierung der Welt kann das anerkennen.»
Meyer zeigte weiter auf, dass der Hass auf Israel seit dem 7. Oktober 2023 hoffärtig geworden ist. «Das prägt viele Regierungen, Gesellschaften und Eigenmeinungen.» Er fragte: «Warum fällt es Völkern, Regierungen und Menschen so schwer, Israels Sonderstellung anzuerkennen?» Den weltweit grassierenden Antisemitismus bezeichnete Meyer als ist eine «geistliche Macht der Finsternis». Seit der Staatsgründung 1948 kämpfe Israel um sein Überleben. Israel sei umgeben von lauter arabischen Ländern, die alle ein gemeinsames Ziel hätten: «Israel hat kein Existenzrecht.»
Meyer forderte auf, sich selbst zu fragen, wie man zu Israel stehe. «Es gibt nur noch pro oder contra.» Christen seien aufgefordert, für den Frieden Jerusalems zu beten, Psalm 122,6. Für ihn ist klar: «Für den Frieden Jerusalems zu beten bedeutet, für die Rückkehr Jesu zu beten.»
Weitere Infos: www.zedakah.de, www.cg-werdenberg.ch
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