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von factum-Redaktion
Evolution: Eine «Anti-Evangeliums-Lehre»
«Für viele Naturwissenschaftler beginnen die Probleme mit 1. Mose 1,1», sagte Dr. Boris Schmidtgall, Geschäftsführer der Studiengemeinschaft Wort und Wissen. Denn ihnen sei von Anfang an erklärt worden, dass die Erde und das gesamte Universum von selbst entstanden sei.
Gott ist der Schöpfer
Die Bibel zeige, dass Gott der Schöpfer ist, seine Schöpfung wenige Tausend Jahre alt, und dass er alles nach seiner Art erschaffen hat. Der Materialismus dagegen lehre eine zufällige Entstehung und Entwicklung, eine gemeinsame Abstammung aller Lebewesen, die über viele Milliarden Jahre geschehen sei. Doch diese Punkte stünden der biblischen Schöpfungslehre diametral entgegen, es sei eine «Anti-Evangeliums-Lehre», so Schmidtgall.
Zahlreiche Schöpfungsindizien
Schmidtgall fragte weiter, wie er als Naturwissenschaftler an Jesus Christus glauben könne, und zeigte anhand verschiedener Beispiele, woran sich eine gezielte und geplante Schöpfung erkennen lässt. Eines davon ist die Information. Materialistische Naturwissenschaftler zum Beispiel können bis heute nicht erklären, woher Information kommt. Schon Norbert Wiener prägte den Satz: «Information ist Information, weder Materie noch Energie.» Schmidtgall ging auch auf die jüngsten Entdeckungen des James-Webb-Teleskops ein, die zeigen, dass weit entfernte Galaxien alt aussehen. Das widerspreche jedoch den Thesen der Evolution. Schmidtgall: «Weit entfernte Galaxien sehen nicht so aus, wie es die Urknall-Theorie vorhersagt.»
Leben kommt nur aus Leben
Weiter zeige die Forschung seit Louis Pasteur und darüber hinaus, dass Leben nur aus Leben entsteht und nicht aus toter Materie, wie das die Evolutionstheorie suggeriert. «Das ist heute einer der bestbewiesenen Sätze der Naturwissenschaft.» Ein weiteres Indiz für Schöpfung sieht Schmidtgall in der Artenvielfalt der Tiere. Ähnlichkeiten im Tierreich seien oft nicht so verteilt, dass es einem leicht fallen würde, einen gemeinsamen Stammbaum zu erstellen, wie es gemäss der Evolutionstheorie sein müsste. So haben zum Beispiel Adler und Oktopus Linsenaugen, die einander sehr ähnlich sind. Oder Fledermäuse und Delfine, die beide über ein Echolotgehör verfügen und Echoortung betreiben. All diese Arten sind aber nicht miteinander verwandt. Die gleichen Systeme müssten deshalb zufällig und unabhängig voneinander entstanden sein. Plausibler ist nach Schmidtgall ein kreativer Schöpfer, der sich aus seinem Baukasten bedienen kann und ähnliche Systeme bei verschiedenen Arten «einbaut».
Den Glauben in Gottes unfehlbares Wort stärken
Die Konferenz des Bibelbundes fand vom 18.–22. September 2026 auf der Langensteinbacher Höhe zum Thema «Überholt? Überflüssig? Unersetzlich!» statt. Über 100 Besucher nahmen daran teil, viele weitere verfolgten die Vorträge per Livestream. In Rehe findet vom 30. Oktober bis 3. November 2026 dieselbe Tagung statt. Der Bibelbund wurde 1894 gegründet und setzt sich seither dafür ein, den Glauben und das Vertrauen in die Bibel als Gottes unfehlbares Wort zu stärken. Er hat in Deutschland mehrere Tausend Unterstützer und arbeitet eng mit dem Bibelbund in der Schweiz und Ungarn zusammen.

© Armin Schönebeck, Bibelbund Deutschland, zVg
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