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von Dr. Stefan Jungen
Ein Fels im Sturm
«Woher wissen wir, dass die Erde tatsächlich rund ist?» Diese Frage erhielt ich in mehreren Zuschriften auf meinen letzten Artikel in factum. Darin legte ich dar, dass die Menschen im angeblich rückständigen europäischen Mittelalter von der Kugelgestalt der Erde wussten und keineswegs an eine flache Erde glaubten («Flache Erde, runde Geschichte» factum 05/2025, S. 32). Eine aktuelle Frage.
Während man sich früher gerne über sogenannte «Flat Earther» lustig gemacht hat, also über Menschen, die im 21. Jahrhundert noch an eine flache Erde glauben, hat diese Ansicht in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Das hat wohl viel mit dem Vertrauensverlust zu tun, den die Naturwissenschaften durchgemacht haben – teilweise zu Recht.
Wieso sollte man einer Wissenschaft auch Glauben schenken, die mit Überzeugung Unsinniges behauptet hat, sei es beim Thema Gender, beim Klima oder bei Corona? Das Geschlecht sei nicht binär (männlich und weiblich), sondern ein Spektrum (Neil de Grasse Tyson, 2023), die Arktis werde vor oder bis 2020 im Sommer eisfrei sein (Al Gore, 2007; Peter Wadhams, 2014) oder die Corona-Impfung sei nebenwirkungsfrei (Karl Lauterbach, 2021) und schütze ausserdem vor Übertragung der Krankheit (Anthony Fauci, 2021). Diese Aussagen sind alle nachweislich falsch. Und trotzdem wurden sie mit einer erstaunlichen Selbstsicherheit in die Welt geschrien. Doch nicht einmal die frappanten Irrtümer sind der Grund, warum Naturwissenschaftler an Vertrauen eingebüsst haben. Vielmehr ist es die Art und Weise, wie sie und oft auch die Medien mit Menschen umgehen, die kritische Fragen stellen. Wieso soll ich akzeptieren, dass das Geschlecht ein Spektrum sei, wenn ich doch mit eigenen Augen das Gegenteil sehe? Ist die Strategie, mit der wir den Klimawandel bekämpfen, sinnvoll? War die Corona-Impfung wirklich sicher und wirksam?
Wer solche Fragen stellt, erhält oft keine Antworten. Er wird vielmehr bereitwillig in einschlägige Ecken geschoben: Schwurbler, Rechtsextremer, Aluhut-Träger. Dieses leider oft beobachtete Muster untergräbt das Vertrauen in Wissenschaft und Medien nachhaltig. Die Folge: Betroffene wenden sich ab und suchen nach alternativen Informationsquellen. Bei einigen sitzt die Vertrauenskrise so tief, dass sie beginnen, etablierte Autoritäten und deren Lehren grundlegend anzuzweifeln – ganz nach dem Prinzip: «Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.»
(K)eine flache Erde?
Falls Sie zu denjenigen gehören, die an der Kugelgestalt der Erde zweifeln, möchte ich Sie zu einem Experiment einladen.
Neugierig? Lesen Sie den gesamten Artikel im factum 05/2026
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Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.
