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von Interview: Raphael Berger
«Die Schöpfung, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ist wissenschaftlich absolut plausibel»
factum: Dominik, was ist dein persönlicher Bezug zum Thema Schöpfung oder Evolution?
Dominik von Rohr: Mein persönlicher Glaubensweg begann vor 21 Jahren, als ich im Studium an der ETH Zürich eine junge Frau kennenlernte. In einem Gespräch über Gott und die Welt hat sie erzählt, dass sie an die Schöpfung glaubt, so wie sie in der Bibel steht. Dass eine intelligente, wissenschaftlich interessierte und gebildete Person im Jahr 2005 tatsächlich an die Bibel glaubt, machte mich zuerst sprachlos. Ebenso die Tatsache, dass sie die Bibel nicht nur als religiöses Buch sieht, sondern tatsächlich Wahrheiten für Geologie, Geschichte oder Biologie darin sieht.
factum: Wie bist du damit umgegangen?
von Rohr: Für mich war das damals unvorstellbar. Gleichzeitig war diese Begegnung und die Auseinandersetzung mit dem Thema Schöpfung oder Evolution der Startschuss auf einem Weg, an dessen Abschluss ich Jesus kennenlernen und ihm mein Leben geben durfte. Ich bin so dankbar! Die Bibel und speziell das Thema der Schöpfung und ihre wissenschaftliche Plausibilität sind deshalb seither ein persönliches Herzensanliegen.
factum: Warum ist Schöpfung wichtig und kein Randthema?
von Rohr: Die Glaubwürdigkeit der ersten fünf Seiten der Bibel sind nicht egal. Sie haben nämlich einen Einfluss darauf, wie du Gott und seinem Wort auf den weiteren 1470 Seiten vertrauen kannst.
Gott fordert uns heraus, ihm zu vertrauen und ihm zu glauben. Aber er fordert uns auch zum Nachdenken und Verstehen heraus. Wir sollen seine Grösse und Genialität in seiner Schöpfung entdecken und seine Güte schmecken.
factum: Weshalb organisiert ihr als Gemeinde (NTG Bern) nun diese Konferenz?
von Rohr: Als Gemeinde möchten wir mit dieser Konferenz für die Wahrheit und Glaubwürdigkeit der Bibel einstehen und gleichzeitig Raum für Fragen, Diskussion und echtes Nachdenken schaffen. Ich bin mir sicher, dass sich viele schon Fragen gestellt haben, wie:
- Steht die Bibel nicht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen?
- Gibt es überhaupt Hinweise oder Beweise für die Schöpfung?
- Evolution ist doch wissenschaftlich bewiesen. Was bedeutet das für meinen Glauben?
Auf diese und viele weitere Fragen gibt es gute, nachvollziehbare und fundierte Antworten. Wir sind überzeugt: Diese Fragen dürfen nicht nur gestellt werden – sie sollten gestellt werden. Noch wichtiger ist aber, dass wir uns mit den Antworten auseinandersetzen und entdecken, dass die Schöpfung, wie sie in der Bibel beschrieben wird, wissenschaftlich absolut plausibel ist und in Einklang mit dem steht, was wir in der Natur beobachten können.
factum: Weshalb der Name «Wohl gemacht»?
von Rohr: Als Jesus auf der Erde wirkte und den Menschen begegnete, waren sie immer wieder erstaunt – erstaunt über seine Worte und erstaunt über seine Taten. Sie erlebten, wie Jesus Menschen begegnete, heilte, ihnen Hoffnung gab und Gottes Wesen sichtbar machte. In der Bibel lesen wir in Markus 7,37 (ELB): «Und sie wunderten sich über die Massen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht …»
Diese Worte haben uns besonders angesprochen. Die Menschen erkannten etwas von der Grösse und Güte Gottes – von einem Gott, der die Welt wunderbar geschaffen hat und bis heute wunderbar in ihr wirkt. Deshalb nahmen wir diesen Vers als Inspiration für den Namen unserer Konferenz.
factum: Was ist das Ziel der Konferenz?
von Rohr: Sie soll unsere Augen öffnen für die Schönheit, Ordnung und Genialität der Schöpfung. Hoffentlich wird aus dem Staunen über die Schöpfung ein ganz persönliches Staunen über den Schöpfer: «Gott, ich sehe: Du hast es gut gemacht. Du hast es wohl gemacht.»
Wir freuen uns deshalb sehr, die Konferenz nach 2023 bereits zum zweiten Mal durchführen zu dürfen. Die erste Konferenz war für viele Besucher ein grosser Segen. Wir hoffen und beten, dass auch die diesjährige Konferenz Menschen ermutigt, ihnen neue Perspektiven eröffnet und ihren Glauben stärkt.
fatum: Für wen ist die Konferenz gedacht?
von Rohr: Sie richtet sich an alle, die sich mit einer offenen Haltung für das Thema Schöpfung oder Evolution interessieren – unabhängig davon, wie viel Vorwissen sie mitbringen oder welche Meinung sie bisher dazu hatten.
factum: Was erwartet die Teilnehmer?
von Rohr: Die Vorträge werden von Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen gehalten. Dabei ist uns wichtig, dass die Inhalte nicht nur fachlich fundiert, sondern auch für ein breites Publikum verständlich und nachvollziehbar sind. In diesem Jahr haben wir zudem zwei Vorträge im Programm, die sich besonders an Teenager richten und die Themen altersgerecht und spannend vermitteln.
Die Teilnehmer erwartet ein vielseitiges Bouquet an fundierten Vorträgen zu spannenden Themen. Sie haben auch Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen und mit den Fachpersonen ins Gespräch zu kommen.
factum: Was erhofft ihr euch von der Konferenz?
von Rohr: Wir wünschen uns, dass Menschen in ihrem Glauben an unseren wunderbaren Gott gestärkt werden und Gott dadurch geehrt wird.
Vielleicht wird die Konferenz für jemanden sogar zu einem persönlichen Startpunkt – zu einem ersten Schritt auf einem Weg hin zu einer Begegnung mit Jesus, wie ich es vor 21 Jahren erleben durfte. Vielleicht ermutigt sie jemanden, neu auf die Bibel als Gottes Wort zu vertrauen. Oder sie stärkt jemanden darin, auch in einer Welt voller unterschiedlicher Meinungen seinen Weg mit Gott zu gehen. Und womöglich hilft sie dabei, Fragen zu stellen, den eigenen Glauben zu reflektieren und neu über Gottes Schöpfung zu staunen.
Wenn auch nur eine Person durch die Konferenz in ihrem Glauben gestärkt wird und Gott dadurch geehrt wird, ist unser Ziel bereits erreicht. Und wenn viele Menschen etwas von dieser Ermutigung und diesem Staunen mitnehmen dürfen, umso schöner.
factum: Vielen Dank für das Gespräch. Wir beten mit euch, dass die Konferenz für viele zum Segen wird.
Informationen zur Konferenz gibt es hier: https://www.wohl-gemacht.ch/
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