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von Monika Hausammann
Der Bodensee trocknet aus. Schon wieder.
Die Nachricht: Besorgniserregendes Niedrigwasser, meldete der «Blick» vergangene Woche für den Bodensee. Anfang Juni sank der Pegel auf «historisch tiefe Pegelstände». Der Grund: ein schneearmer Winter und ein trockener Frühling. Auch die Wasserstände vom Hochrhein, der Reuss und der Limmat liegen unter den für die Jahreszeit üblichen Werten. Ähnlich alarmierend klang es bei 20 Minuten: «Der Bodensee trocknet aus». Oder beim österreichischen «Standard»: «Trockene Ufer und Algengestank». Oder beim «Stern»: «Bodensee an manchen Stellen ausgetrocknet». Und schliesslich bei «nau.ch»: «Bodensee-Pegel wohl so tief wie noch nie».
Der Kommentar: Während die erste Meldung tatsächlich von letzter Woche stammt, handelt es bei allen anderen um Schlagzeilen aus den Jahren 2022, 2023 und 2025. Eines haben sie allerdings gemeinsam, wie eine kurze Recherche zeigt: Sie sind falsch. Es sind Lügen. Die tiefsten Pegelstände aller Zeiten (seit Beginn der systematischen Messungen) stammen fast ausschließlich aus dem 19. Jahrhundert, insbesondere den 1830er- und 1850er-Jahren. Im 20./21. Jahrhundert kamen die niedrigsten Werte 1972 und 2006 vor.

Der Bodensee, aufgenommen im April 2025 vom Rohrspitz (AT) aus, wo der See sehr flach ist. Auch damals herrschte «Rekordniedrigwasser», © Raphael Berger
Das ist nur zu verstehen, wenn man weiss, dass es etwas gibt, das sich «Klimajournalismus» nennt. Eines der Prinzipien des «Genres» ist es, «falsche Ausgewogenheit» und «Neutralität» zu vermeiden. Alarmismus, Übertreibung und eben auch Lügen gehören also zum Geschäftsmodell. Es geht nicht darum, die Wahrheit zu sagen, sondern Angst zu schüren und Angstbereitschaft wach zu halten, weil der Zweck – die Auslöschung von Welt und Menschen durch die Klimakatastrophe – jedes Mittel heiligt. Dass sie selber die ersten Opfer einer Angstkampagne sind, die jene schüren, die diese Netzwerke finanzieren und von der daraus abgeleiteten Politik profitieren (grosse Stiftungen wie die Open Society Foundation oder die EU), auf diesen Gedanken kommen die Klimajournalisten nicht. Offenbar auch jetzt noch nicht, wo der IPCC seine Extremszenarien still und leise, aber offiziell gecancelt und als «nicht plausibel» deklariert hat.
Sie gehorchen ihrem Glauben an das Gute in sich selber und an den Gott «wissenschaftlicher Konsens», der längst entzaubert ist, und merken nicht, dass sie nicht mutig sind und gut, sondern bloss Knechte ihrer eigenen Angst, ihrer Anmassung und ihrer Selbstüberschätzung (Röm. 6,16).
Und weil die warme Jahreszeit gerade erst begonnen hat, ist davon auszugehen, dass weitere solche Schlagzeilen kommen und «Erstmaliges» und «Rekordwerte» vermelden werden. Dann tut es gut, sich einen «Hundertjährigen» zu Gemüte zu führen: 1926 gab es im April und Mai Hitze, Dürre und Trockenheit. Im Juni immer wieder Regen. Juli und August massive Hitze und heftige Stürme. Geniessen Sie die Sommertage und die wunderbaren Sommerabende!
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