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von Holger Clas
Brennende Städte nach französischem Vorbild? Deutschland vor dem Reformationstag
Für den Reformationstag am 31.Oktober sind in 23 deutschen Städten Proteste angekündigt. Die Initiative «Gen Z regelt» fordert bessere Bildung und ein bezahlbares Leben und distanziert sich offiziell von Gewalt. Sicherheitsbehörden befürchten jedoch, dass Extremisten die Demonstrationen für ihre Zwecke nutzen könnten. In deutschen Grossstädten wurden in den letzten Jahren zu Halloween wiederholt Polizei und Feuerwehr mit Pyrotechnik attackiert, Einsatzkräfte verletzt und Müllcontainer und Autos angezündet. Wer ausgerechnet für diesen vorbelasteten Tag zu Demonstrationen mobilisiert, muss sich fragen lassen, ob er das zusätzliche Eskalationsrisiko bewusst in Kauf nimmt.
Frankreich zeigt, wohin das führen kann: Allein an den beiden Protesttagen am 17. und 24. Oktober wurden nach den aktualisierten Behördenangaben zusammen mehr als 1400 verletzte Einsatzkräfte und über 4000 Festnahmen registriert. Mehr als 1500 Geschäfte wurden beschädigt oder geplündert, öffentliche Gebäude angezündet – darunter das historische Rathaus von Limoges.
Kritik an der pauschalen Darstellung als Schülerproteste
Der selbst nach Deutschland eingewanderte Extremismusexperte Ahmad Mansour kritisiert die pauschale Darstellung als Schülerproteste. Auf LinkedIn schreibt er: «Hier entsteht eine immer tiefere Kluft zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung.» Gegenüber BILD erklärt er: «Die Schülerproteste wurden von linksradikalen und migrantischen Gruppierungen instrumentalisiert und übernommen.» Manuel Ostermann von der Deutschen Polizeigewerkschaft fragt auf LinkedIn: «Wie viele Warnsignale brauchen wir noch, bis wir endlich verstehen, dass auch Deutschland nicht davor geschützt ist?»
Konkrete Warnzeichen gibt es: Medien berichten über eine Berliner Chatgruppe mit fast 400 Mitgliedern, in der Bilder selbstgebauter Kugelbomben geteilt und Steinwürfe diskutiert worden seien. Fachleute befürchten, dass Linksextremisten, Islamisten und gewaltbereite Jugendliche zusammenwirken könnten.
Die Warnungen treffen auf eine gewachsene Gewaltbereitschaft: Nach Angaben des Bundeskriminalamts stiegen die linksmotivierten Gewaltdelikte 2025 um mehr als 42 Prozent auf 1087. Gegen die Polizei richteten sich darunter 535 Gewaltdelikte, rund 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen belegen ein hohes linksmotiviertes Gewaltpotenzial in Deutschland.
«Signifikantes Risiko» für antisemitisch motivierte Gewalt
Besonders bedrückend ist die Warnung des Zentralrats der Juden. In einem internen Sicherheitsschreiben, über das Medien wie der «Tagesspiegel» und die «Jüdische Allgemeine» berichten, sieht er ein «signifikantes Risiko», dass die Lage in antisemitisch motivierte Gewalt umschlägt. Er verweist dabei auf Hinweise zu Verbindungen zwischen pro-palästinensischen Akteuren und kriminellen Gruppierungen.
Am Reformationstag sind besonders wir Christen gefragt: Suchen wir der Stadt Bestes und beten wir für sie zum Herrn (Jeremia 29,7).
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