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von Thomas Lachenmaier

Natur

Schnittstelle vom Gehirn zum Computer

Die US-Forschungseinrichtung «Battelle» (Columbus/Ohio) hat einen Preis der «Defence Advanced Research Projects Agency» (DARPA) für seine Forschung einer mit einer Spritze injizierbaren Schnittstelle vom Gehirn zu einem Computer erhalten.

DARPA ist eine mit dem US-Verteidigungsministerium verbundene Einrichtung, die Verbindungen zu High-Tech-Unternehmen und Universitäten herstellt und Hochtechnologie für militärische Zwecke nutzbar macht. Battelle wird im Rahmen des «Next-Generation Nonsurgical Neurotechnology (N3)»-Programms ein neuronales Schnittstellensystem mit der Bezeichnung «Brain System to Transmit Or Receive Magnetoelectric Signals» entwickeln.

Ein Nanowandler wird mit injizierten magnetoelektrischen Nanopartikeln eine in zwei Richtungen funktionierende Verbindung vom Gehirn zu einen Empfangsgerät herstellen. Ziel ist eine Technik, mit der Soldaten allein durch Gedanken mehrere unbemannte Fahrzeuge oder Drohnen steuern können. An dem Projekt, welches «Business Wire» zufolge mit 20 Millionen Dollar gefördert wird, sind auch die Universitäten Miami und Pittsburgh und das Unternehmen «Cellular Nanomed Inc.» (Kalifornien) beteiligt. Derzeit laufen an der Uni Pittsburgh Versuche mit neurotechnischen Systemen beim Menschen. Battelle ist auch in medizintechnischer Forschung in Zusammenhang mit Infektionskrankheiten aktiv.

Meldung aus factum 01/2022

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