Uhr
von Uwe Siemon-Netto

Mensch

Datierung weist auf Echtheit hin

Chemische Tests des Mörtels zwischen dem anstehenden Fels aus Kalkstein und der abdeckenden Marmorplatte auf dem «Grab Jesu» in der Jerusalemer Grabeskirche{{ br }}{{ br }}ergaben eine ungefähre Datierung von 345 n. Chr. Damit bestätigt sich die Annahme, dass es sich um jene Stätte handelt, die Kundschafter von Kaiser Konstantin für das Grab Jesu hielten und mit einer Marmorplatte überdeckten, um sie zu kennzeichnen und zu schützen.

Angesichts der turbulenten Geschichte der Kirche, die im Jahre 1006 völlig entkernt worden war, waren Historiker skeptisch, ob das heutige traditionelle Grab Jesu tatsächlich der ursprüngliche Standort ist. Im Oktober 2016 legten Archäologen bei Renovierungsarbeiten zum ersten Mal seit Jahrhunderten die Marmorplatte frei. Die Mörtelproben wurden unabhängig voneinander in zwei getrennten Laboratorien mit Hilfe von optisch stimulierter Lumineszenz (OSL) datiert, einer Technik, die ermittelt, wann Quarzsediment zuletzt Licht ausgesetzt war. Der Mörteltest stützt die Theorie, dass es sich um den Standort handelt, der zur Zeit von Konstantin für das Grab Jesu gehalten und entsprechend behandelt wurde.

Fast 300 Jahre nach Jesu Kreuzigung sandte der christliche Kaiser Konstantin (272–337 n. Chr.) Kundschafter nach Jerusalem, um Jesu Grab zu suchen. Sie wurden auf einen etwa 200 Jahre zuvor errichteten römischen Tempel hingewiesen. Den zerstörten sie und fanden darunter eine Höhle mit einem in den Fels gehauenen «Begräbnisregal» im Stil der Zeit. Darüber wurde das Edicule – «Grab Jesu» – errichtet. Es befindet sich heute in der Grabeskirche, die später um dieses Edicule herum errichtet wurde, um einen Anbetungsort für die Gläubigen zu schaffen.

Vor 2000 Jahren war es Sitte, die Toten erst in einer Höhle verwesen zu lassen und dann, nach 6 Monaten, ihre Knochen einzusammeln und in sogenannte Ossuarien, steinerne Grabkästen, zu legen. Auf die Kästen wurde meist der Name des Verblichenen eingeritzt. Selbstverständlich gibt es keine archäologischen Beweise dafür, dass Jesus hier nach der Kreuzigung aufgebahrt wurde. Aber ein Geheimnis um das Grab ist durch die Untersuchung gelüftet worden: Die chemische Untersuchung des Mörtels ergab eine klare Datierung. Das ursprüngliche «Bestattungsregal» aus Kalkstein wurde ebenso wie die Kalksteinwände intakt gefunden.

(Artikel aus factum 01/2018)

Wir möchten eine klare christliche Stimme in unserer Gesellschaft sein - unabhängig, bibeltreu und aktuell.
Damit das gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Neue News

© shutterstock.com/Prehistorik
Mensch

Antizionismus ist eine Hassbewegung

Seit den Massakern der Hamas vom 7. Oktober 2023 ist Antizionismus gesellschaftsfähig. Er ist jetzt «Teil der westlichen Mainstream-Kultur», betont der Anthropologe Adam Louis-Klein. Er bezeichnet Antizionismus als die «heute vorherrschende Form des Judenhasses». Antizionismus sei «eine Hassbewegung». Louis-Klein gründete die «Movement Against Antizionism» (MAAZ). Er will mit sachlicher Information gegen diese Ideologie vorgehen.

[mehr] Antizionismus ist eine Hassbewegung
© shutterstock.com/Dmitriy Feldman svarshik
Mensch

Jenseits der grünen Linie

Mitten im Krieg reist Schriftsteller Tuvia Tenenbom zu Siedlern ins biblische Kernland Judäa und Samaria. Seine Gespräche und Begegnungen zeigen: Nichts in diesem Land ist so, wie es scheint.

[mehr] Jenseits der grünen Linie
© shutterstock.com/JamesYi006/ Antikes assyrisches Steinrelief aus Ninive, das Jäger zeigt, die von einer königlichen Jagd zurückkehren, ausgestellt im British Museum
Natur

Neue Funde bestätigen die Bibel

Was Terroristen der ISIS von 2014–2017 als Zerstörungstat geplant hatten, führt Archäologen zu immer mehr beeindruckenden Funden aus der Zeit der Zerstörung Ninives im Jahre 612 vor Christus. Es bestätigt das brutale Ende der Stadt, wie im Alten Testament beschrieben.

[mehr] Neue Funde bestätigen die Bibel

Mehr entdecken

ethos  

Neben factum gibt der Schwengeler Verlag eine weitere Zeitschrift heraus. ethos bringt die Frohe Botschaft mitten ins Leben, informiert über Zeittrends, hält den Wertmassstab der Bibel hoch und macht Mut, den Glauben im Alltag zu leben. Die Zeitschrift für Jung und Alt erscheint 6-mal im Jahr mit 68 Seiten.

ethos open hands 

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.