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von factum-Redaktion

Natur

China und die Viren

Westliche Geheimdienste gehen davon aus, dass chinesische Wissenschaftler an mindestens vier Einrichtungen biologische Waffen entwickeln. Im Juli 2019 wurden chinesische Virologen, die in Kanada am «National Microbiology Laboratory» (NML) arbeiteten, von Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden von ihrem Arbeitsplatz entfernt, weil man sie der Spionage für China verdächtigte.

Die chinesischen Forscher hatten dort Teile des «Special Pathogen Program» der Gesundheitsbehörden geleitet. Eines der von dem Team durchgeführten Verfahren war die Infektion von Affen mit den tödlichsten Viren, die je auf der Erde gefunden wurden. Vier Monate vor ihrer zwangsweisen Entfernung aus den Labors hatten die Forscher zwei aussergewöhnlich ansteckende Viren – Ebola und Nipah – nach China geschickt. Die Virologin Dr. Xiangguo Qiu hatte in Kanada vor allem mit gefährlichen Viren, darunter Ebola-Wildstämmen, gearbeitet.

Sie hatte auch an den beiden Viren geforscht, die heimlich nach China gesandt worden waren. Qiu unternahm allein in den Jahren 2017/18 mindestens fünf Reisen in das «Wuhan National Biosafety Laboratory» der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, an dem mit den hämorrhagischen Fieberviren Ebola, Nipah und dem Krim-Kongo-Virus geforscht wird und von dem angenommen wird, dass dort biologische Kampfstoffe entwickelt werden.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg wollte auf einer Pressekonferenz den Fall nicht kommentieren, deutete aber die Möglichkeit von Spionage an. Der israelische Mikrobiologe Dr. Dany Shoham bezeichnete die Lieferung der Viren nach China als «alarmierend». Der ehemalige ranghohe Geheimdienstanalytiker der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) arbeitet heute als leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am «Begin-Sadat-Center für strategische Studien».

Meldung aus factum 02/2020.

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